Personalwechsel Münchens CDO Thomas Bönig wechselt nach Stuttgart

Von Manfred Klein

Den Münchner CDO Thomas Bönig zieht es zurück in die schwäbische Heimat. Bönig wird nämlich Leiter des neu geschaffenen Amts für Digitalisierung, Organisation und IT in Stuttgart. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 17. Februar gewählt. Bönig erhielt 53 von 59 Stimmen.

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Oberbürgermeister Frank Nopper (r.) gratuliert dem neu gewählten Leiter des Amts für Digitalisierung, Organisation und IT, Thomas Bönig
Oberbürgermeister Frank Nopper (r.) gratuliert dem neu gewählten Leiter des Amts für Digitalisierung, Organisation und IT, Thomas Bönig
(© Leif Piechowski/Landeshauptstadt Stuttgart)

Bönig, der auch in der bayerischen Landeshauptstadt für viel Digitalisierungsschwung gesorgt hatte, sagte anlässlich seiner beruflichen Neuorientierung: „Ich freue mich sehr darauf, Stuttgart zu einer Smart City und digitalen Kommune zu machen. Meine Heimatstadt hat sich große Ziele bei der Digitalisierung gesetzt. Das ist richtig und wichtig, wenn man effektiv weiterkommen möchte. Vielleicht werden wir auf dem Weg manchmal scheitern. Aber wer nicht scheitert, hat sich keine großen Ziele gesetzt entwickelt sich nicht weiter.“

Er setze darauf, nicht mehr sondern effektiver zu arbeiten. Bönig weiter: „Gelingende Digitalisierung erhöht die Geschwindigkeit, macht die Stadt anpassungsfähiger und entlastet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir brauchen engagiertes Personal, da es Menschen sind, die die Stadt bewegen.“

Digitalisierung sei nicht nur IT, sondern auch eine Kulturfrage. „Ich will Risiken nicht überbewerten, agile Ansätze ausprobieren und baue auf Innovation als Schlüssel für die Leistungsfähigkeit der Stadt.“ Offen ist allerdings noch, wann genau Bönig das Amt antreten kann, denn das neue Amt für Digitalisierung, Organisation und IT in Stuttgart wird derzeit gerade aufgebaut. Formal soll es die Arbeit im April 2022 aufnehmen. Es wird aus fünf Abteilungen und etwa 400 Mitarbeitenden bestehen. Diese kümmern sich um die Themen Digitalisierung, Vernetzung, Server und Datensicherheit.

Mit der neuen Organisationsform will die baden-württembergische Landeshauptstadt sichtbar machen, dass sie sich den Herausforderungen der Digitalisierung annimmt und Chancen durch die Bündelung von Kompetenzen nutzt. Bönig soll als Amtsleiter „langfristig für den nötigen Push‐Effekt sorgen, die digitale Transformation der Landeshauptstadt voranzutreiben und zukunftsfähig zu machen“, wie es in der Ausschreibung hieß. Erwartet wird, dass er die Geschwindigkeit der digitalen Transformation erhöht, die Verwaltung als moderner und attraktiver Arbeitgeber in Erscheinung treten lässt und für die Bürgerinnen und Bürgern digitalisierbare Dienstleistungen entwickelt.

Mit der Neuorganisation besteht die Chance, dass Stuttgart wieder – wie in Zeiten von Ralf Armbruster – eine führende Rolle im kommunalen eGovernment einnimmt.

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