In fünf Jahren sollen drei Millionen Euro Lizenzkosten gespart werden

München: Hat sich der Pinguin zu weit aus dem Fenster gelehnt?

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Neue Arbeitsplätze

Stattdessen schafft das Migrationsprojekt Arbeitsplätze an der Isar. Im vergangenen Monat suchte das LiMux-Team vier neue Mitarbeiter. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigten sich 20 Mitarbeiter mit LiMux. In einem Interview beschrieb der stellvertretende Projektleiter Florian Schießl deren Aufgaben so: „Das Projektteam besteht aus 15 Technikern und fünf Projektleitern. Die Techniker stellen unseren Basisclient bereit, warten die Config-Management-Lösung, betreuen unsere Office-Migration und unsere Vorlagen-Software WollMux.“

In diesem Gespräch mit orf.at nannte er auch die neue Zielmarke: „Die Migration soll bis 2012 auf 80 Prozent unserer Arbeitsplätze abgeschlossen sein. Das ist so unsere Zielgröße. Wir werden niemals Linux auf allen Arbeitsplätzen einsetzen können. Genauso wenig wie wir in der Vergangenheit zu hundert Prozent Microsoft-Betriebssystem hatten. Das liegt daran, dass bestimmte Fachverfahren und Arbeitsplätze Software brauchen, die es nur auf Macintosh und Windows gibt. Bei diesen Systemen wäre die Umstellung unwirtschaftlich.“

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Und zu den Kosten: „Die Kostenschätzung, die bereits verifiziert wurde, geht von rund 13 Millionen Euro aus. Momentan ist es so, dass wir weit weniger ausgegeben haben als veranschlagt wurde. Darin enthalten sind die Kosten, um die Umstellung zu meistern. 2003 wurde ein Betrachtungszeitrum von fünf Jahren gewählt, der allerdings ausgedehnt wurde. Momentan gehen wir von einem Zeitraum von 2005 bis 2011, maximal 2012 aus, für den diese 13 Millionen Euro bereitgestellt wurden.“

Und bis dahin?

... werden Rechner der Stadtverwaltung in München weiter mit Windows 2000 (Baujahr 2000, Hotline-Unterstützung endete 2005, Sicherheitsaktualisierung bis Juli 2010) und mit Windows NT 4.0 (Baujahr 1996, die Sicherheitsaktualisierungen wurden Ende 2004 eingestellt) arbeiten.

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