In fünf Jahren sollen drei Millionen Euro Lizenzkosten gespart werden

München: Hat sich der Pinguin zu weit aus dem Fenster gelehnt?

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Zukunftssicherheit

Die aktuelle Migration – so die weitere Migrationsbilanz der Verwaltung der bayerischen Landeshauptstadt – schaffe die Grundlagen, dass zukünftige Anpassungen mit geringem Aufwand durchgeführt werden könnten:

  • In den IT-Abteilungen werde umfangreiches Know-how aufgebaut, das künftig für eine größere Unabhängigkeit von Beratungs- und Entwicklungsfirmen sorgen werde.
  • Die durchgängige Umstellung auf plattformunabhängige Technologien mache die IT unabhängiger, reduziere künftige Aufwände.
  • Durch den Einsatz offener Formate und offener Standards werde eine Produkt- und Hersteller-Unabhängigkeit gewährleistet.

Auch wenn die Stadt München fünf Jahre nach dem entscheidenden Stadtratsbeschluss eine positive Bilanz zieht, kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Migration offenbar problematischer ist, als angenommen. Man musste Abstriche machen, schließt aber seit vier Jahren eine Rückkehr zu Microsoft-Produkten aus. „Wir sind zum Erfolg verurteilt“, hatten damals die Verantwortlichen im Gespräch mit eGovernment Computing gesagt. Allerdings: Die ursprüngliche Planung, dass die einzelnen Referate keine eigenen Administratoren mehr haben sollten, musste revidiert werden. Ebenso der Anspruch, alle 14.000 Arbeitsplätze komplett auf Open Source umzustellen. Derzeit lautet das Ziel 80 Prozent der Rechner zu migrieren, denn ein Teil der Fachanwendungen braucht einfach Windows als Betriebssystem. Eine schmerzliche Erfahrung, die übrigens auch die Stadt Wien machen musste, bei der die Kindergärten auf den Pinguin im Rechner verzichten müssen.

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