eGovernment-Initiative des BMI

Modernes eGovernment mit De-Mail und eID-Funktion nimmt Fahrt auf

| Autor / Redakteur: Frank-Rüdiger Srocke / Manfred Klein

Das BMI stellt auf der CeBIT die Zwischenergebnisse seiner eGovernment-Initiative zur Förderung von De-Mail und nPA vor
Das BMI stellt auf der CeBIT die Zwischenergebnisse seiner eGovernment-Initiative zur Förderung von De-Mail und nPA vor (Foto: Bundesinnenministerium)

Das Bundesministerium des Innern (BMI) unterstützt die Verbreitung von De-Mail und Online-Ausweisfunktion mit einer eGovernment-Initiative für Bund, Länder und Kommunen, die auf der CeBIT 2012 ins Leben gerufen wurde. Ein Jahr später ist sie ein Schwerpunkt auf dem Messestand der Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik.

Für eGovernment Computing zieht der Leiter der Initiative, Frank-Rüdiger Srocke, BMI, eine Bilanz der vergangenen zwölf Monate.

Unternehmen und Behörden, die De-Mail beziehungsweise die eID-Funktion des neuen Personalausweises einsetzen, erschließen sich, ihren Kunden und ihren Bürgern zahlreiche Vorteile: Vertrauensgewinn durch mehr Sicherheit im Internet, höhere Rechtsicherheit, besseren Datenschutz, effizientere Prozesse und damit geringere Kosten. Je öfter De-Mail und der Online-Ausweis eingesetzt werden, desto wirksamer werden diese Vorzüge.

Wachsendes Potenzial

In dieser Hinsicht hat sich in den vergangenen zwölf Monaten viel getan. Das gilt insbesondere für den neuen Personalausweis, der seit dem 1. November 2010 ausgegeben wird. Inzwischen wurden 20 Millionen neue Personalausweise – 5,5 Millionen davon mit aktivierter eID-Funktion – ausgegeben sowie über 1,5 Millionen elektronische Aufenthalts­titel. Auch bei De-Mail zeigen sich Fortschritte. Hier bieten die De-Mail-Anbieter seit März 2012 De-Mail-Produkte an.

Die Anzahl der eID-Dienste hat im Laufe des vergangenen Jahres rasch zugenommen. Vor allem im kommunalen Bereich entstehen viele neue eID-Angebote – auch weil immer mehr Bundesländer zentrale eID-Strukturen schaffen. Bayern, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hamburg sind hier gute Beispiele.

Kommunen in Rheinland-Pfalz können ihren Bürgerinnen und Bürgern den Einsatz der eID für häufig genutzte Verwaltungsleistungen über das landesweite Portal „rlp­Direkt“ anbieten, das die kommunalen Spitzenverbände im November 2012 bereitstellt haben.

147 (von 209) Meldebehörden und 172 (von 209) Standesämter nutzen bereits das Portal. In Bayern kommt das Bürgerserviceportal, das ebenfalls die eID-Nutzung ermöglicht, immer häufiger zum Einsatz. Das Interesse der Städte und Kommunen an dieser Lösung ist erfreulich groß. In Niedersachsen wird ein weiteres landesweites Portal folgen und auch Mecklenburg-Vorpommern baut zentrale eID-Strukturen auf.

Mit der Deutschen Telekom, T-Systems und Mentana-Claimsoft erhielten die ersten Anbieter von De-Mail auf der CeBIT 2012 ihre Zulassung vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Die 1&1 De-Mail GmbH (mit den Marken WEB.DE und GMX) sowie die Deutsche Post AG befinden sich noch in Zulassungsverfahren, die in Kürze erfolgreich beendet sein sollen. Das De-Mail-Angebot für private, behördliche und kommerzielle Zwecke wird somit in diesem Jahr stark ausgebaut.

Zu den „early De-Mail adopters“ zählen auch die Allianz, die HUK24, der FC Bayern München und die TARGOBANK sowie die mhplus Betriebskrankenkasse, das Landratsamt Schweinfurt und die Stadt Höxter. Mit weiteren Anbietern und einer wachsenden Zahl an De-Mail-Konten werden die Zugangseröffnungen für De-Mail rasch ansteigen.

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