Dikom schlüpft unter das Dach von Moderner Staat Moderner Staat und Exxpoevent schließen Kooperationsvertrag

Redakteur: Manfred Klein

Nun ist auch der Komcom-Nachfolger Dikom Geschichte. Stattdessen gibt es mit Moderne Kommune einen Nachfolger, der mit dem Modernen Staat zusammenarbeiten soll und laut Kooperationsvertrag bereits auf dem kommenden Modernen Staat präsent sein wird. eGovernment Computing sprach mit den beiden Messeveranstaltern.

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Zusammenarbeit soll Zersplitterung des Marktes verhindern
Zusammenarbeit soll Zersplitterung des Marktes verhindern
(Foto: Reed Exhibition)

Ziel der Kooperation sei es, einer unnötigen Zersplitterung des Veranstaltungsmarktes im Public Sector entgegenzuwirken, so die Partner Reed Exhibitions (Moderner Staat) und Exxpoevent (Moderne Kommune). Moderne Kommune wird von Claus Hähnel und Hans Rosenberger veranstaltet und soll vor Entscheider in der Kommunalverwaltung adressieren.

„Bund, Länder und Kommunen brauchen eine möglichst starke, zentrale Veranstaltung für den übergreifenden Dialog. Diesem Ziel sind wir mit der Vertragsunterzeichnung ein Stück näher gekommen“, so Hans-Joachim Erbel, CEO von Reed Exhibitions Deutschland, und Claus Hähnel, Geschäftsführer der Exxpoevent, anlässlich der Vertragsunterzeichnung.

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Entsprechend dieser Zielsetzung konzentriert sich Moderner Staat künftig auf die Verwaltungsebenen Europa, Bund und Länder; die Moderne Kommune hingegen soll den kommunalen Sektor stärken und ausbauen.

eGovernment Computing sprach mit den beiden Geschäftsführern über die Zusammenarbeit:

Herr Hähnel, man darf wohl die Moderne Kommune als Nachfolger der Dikom werten. Inwiefern unterscheiden sich die beiden Messen?

Hähnel: Moderne Kommune ist keine IT-Messe, sondern beschäftigt sich mit allen Prozessen und Technologien für modernes und zeitgerechtes Arbeiten in allen Ebenen der kommunalen Verwaltung . Dies bedeutet ein umfangreiches Aussteller- und Produktspektrum im Technologiebereich und direkte Ansprache von Fachbesuchern.

Was will die Moderne Kommune besser machen als die Dikom?

Hähnel: Moderne Kommune ist ein neues Messeformat, welches den direkten Austausch fördert. Aussteller und Besucher können selbst Themen einbringen und generieren spannende Dialoge. Moderne Kommune ist sehr umfangreich vernetzt durch ihre umfassende Nomenklatur. Da wir großen Wert auf Praxisbezug legen, glauben wir unsere thematische 'Botschaft' direkt am Arbeitsplatz zu platzieren.

Herr Erbel, wie sieht das Konzept hinter der Kooperationsvereinbarung aus? Der Moderne Staat soll laut Pressemitteilung die Verwaltungsebene Europa, Bund und Länder informieren, die Moderne Kommune hingegen die Kommunen. Wie schlägt sich dieser Anspruch in der Messeplanung und in der Kooperationsvereinbarung nieder?

Erbel: Bund, Länder und Kommunen – Moderner Staat hat sich bislang auf diese Verwaltungspyramide konzentriert. Nun kommt Europa dazu. Eigentlich ein längst überfälliger Schritt, den es interessanterweise ganz zu Anfang schon einmal gab, der aber in der weiteren Zusammenarbeit etwas aus dem Blick geriet. Dabei macht diese Perspektive sehr viel Sinn, wenn es um den internationalen Erfahrungsaustausch, die Europäisierung von Dienstleistungsstandards und -normen wie auch das Business unserer Aussteller geht.

Gleichzeitig wollen wir durch die Kooperation deutlich machen, dass unter dem Dach von Moderner Staat die Kommunen eine zentrale Rolle spielen und mehr Gewicht erhalten. Die positiven Reaktionen unserer Partner bestätigen uns in dieser Entscheidung.

Herr Erbel, der Markt der eGovernment- und Verwaltungsmessen ist hart umkämpft. Wie wollen Sie sich gegenüber den Kooperationspartnern Deutsche Messe sowie Spring Messe Management auf der einen Seite und dem Zukunftskongress auf der anderen Seite positionieren?

Erbel: Unser Ziel ist es, einer Zersplitterung des Marktes entgegenzuwirken. Und das mit einer Messe, die den Public Sector umfassend, Ebenen übergreifend und auch mit der notwendigen institutionellen Unabhängigkeit auf einer zentralen und eigenständigen Veranstaltung zusammenbringt. Darin liegt das Alleinstellungsmerkmal von Moderner Staat und Moderne Kommune.

Bei den Partnern von Moderner Staat, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB), der Zeppelin Universität Friedrichshafen, dem Bitkom und der Prognos AG, stieß der Zusammenschluss auf breite Zustimmung: „Der Deutsche Städte- und Gemeindebund unterstützt die Kooperation und den weiteren Reformprozess von Moderner Staat “, so Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des DStGB.

Eine Neuauflage der Dikom sei, so Claus Hähnel gegenüber eGovernment Computing, nicht geplant. Diese widerspreche auch dem Ziel der Zersplitterung des Marktes entgegen zu wirken.

Die Messe(n) Moderner Staat und Moderne Kommune finden vom 2. bis 3. Dezember wie bereits im vergangenen Jahr im Estrel Convention Center Berlin statt und sollen so – nach Auskunft der Messemacher – gemeinsam eine Leitveranstaltung für den Public Sector schaffen.

Moderner Staat hat im vergangenen Jahr – nach Veranstalterangaben – mit 140 Ausstellern und 2.100 Besuchern seine Rolle als führende Veranstaltung für Bund, Länder und Kommunen unterstrichen.

Erstmals fanden Messe und Kongress am neuen Standort, dem Estrel Convention Center Berlin, statt.

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