Treffpunkt der IT-Entscheider der Öffentlichen Hand Moderner Staat: eGovernment schafft Transparenz in Staat und Verwaltung

Redakteur: Manfred Klein

Von verlässlichen Planungsprozessen bei Großprojekten wie „Stuttgart 21“ über die Schuldenbremse bis hin zur Führungskultur in der Öffentlichen Verwaltung – in ihrem 15. Jahr geht die Messe Moderner Staat mit dem begleitenden Kongress aktuellen Fragestellungen im Public Sector nach. Anfang November treffen sich dazu wieder die Fach- und Führungskräfte von Bund, Ländern und Kommunen auf dem Berliner Messegelände.

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Der Moderne Staat lockt Aussteller und Besucher nach Berlin
Der Moderne Staat lockt Aussteller und Besucher nach Berlin
( Archiv: Vogel Business Media )

Transparenz“ ist das Leitthema der Messe in diesem Jahr, das sich insbesondere im Kongressprogramm widerspiegelt. Rund 250 Referenten werden im Kongress und den Best-Practice-Foren wieder strategische Reformthemen und erfolgreiche Projektbeispiele beleuchten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Transformation der Verwaltung, Open Government und Bürgerorientierung.

Partnerland Österreich

Von eHealth-Projekten über Verwaltungskooperationen im föderalen System bis zur Vorstellung von grenzüberschreitenden EU-Projekten reicht das Themenspektrum, mit dem sich die Republik Österreich am Kongressprogramm beteiligen wird.

Das Bundeskanzleramt (Plattform Digitales Österreich) und die Bundeshauptstadt Wien werden das Programm mitgestalten und gemeinsam mit Partnern über ihre Projekte berichten. Erwartet werden zudem die österreichische Bundesministerin für Inneres, Johanna Mikl-Leitner, sowie die Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst, Gabriele Heinisch-Hosek.

Planungsprojekte wie Stuttgart 21 stehen im Mittelpunkt einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion. Vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen als Schlichter beim Projekt „Stuttgart 21“ diskutiert Bundesminister a.D. Heiner Geißler mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung, wie die Öffentlichen Verwaltungen künftig Planungsprozesse verlässlich realisieren können und wie mangelnder Akzeptanz begegnet werden kann.

Rund um das Kongressprogramm

Neben dem Kongress und den Best-Practice-Foren prägen auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Sonder- und Zusatzveranstaltungen die Messe, darunter das Vitako-Forum und der eGovernment-Dialog des Branchenverbands Bitkom.

Im Vitako-Forum finden an beiden Kongresstagen moderierte Gespräche statt, die zentrale Positionen der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister beleuchten. Im Mittelpunkt stehen neben dem der Studie IT-Monitor die Themen Cloud Computing und Elektronische Vorgangsbearbeitung.

Der Bitkom wird seinen eGovernment-Dialog fortsetzen. Dabei werden Vertreter von Unternehmen ein Konzept zu einem aktuellen Thema der Verwaltungsmodernisierung vorstellen, das Verwaltungsmitglieder kommentieren. Auf der Agenda stehen die rechtlichen Rahmenbedingungen von eGovernment, Szenarien für Cloud Computing und das Thema Open Government.

Veranstaltungspremieren

Mit den Sonderveranstaltungen des Bundesinnenministeriums (BMI) – etwas zum Prozess-Daten-Beschleuniger P23R und zur eAkte – und der Jahrestagung des Bundesverband Public Private Partnership (BPPP) oder der Initiative Kommune 2.0 gehen zudem gänzlich neue Veranstaltungskonzepte an den Start.

So präsentiert sich die Initiative Kommune 2.0 mit insgesamt drei Foren auf denen Experten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft neue eGovernment-Szenarien entwickeln. Auf dem Modernen Staat will man sich besonders an neuen Informations- und Partizipationsdiensten für Bürger, an Werkzeugen für die Informationsvermittlung und an neuen Perspektiven für die kooperative Verwaltung versuchen.

Der Bundesverband Public Private Partnership (BPPP) führt auf der Messe seine Jahreskonferenz durch und diskutiert in drei Foren die neuesten PPP-Entwicklungen in Europa.

Zukunftsreport und Geoinformations-Forum

Transparenz im Public Sector ist nicht nur Leitthema von Messe und Kongress, sondern steht auch im Mittelpunkt des Zukunftsreports 2011. Bereits zum vierten Mal wird die Studie auf dem Modernen Staat präsentiert.

Der Zukunftsreport beleuchtet Ziele, Chancen und Grenzen von Transparenz. Diskutiert wird über die Ergebnisse des Reports in zwei Sonderveranstaltungen: am Nachmittag des ersten Messetages sowie in der Podiumsdiskussion zur Eröffnung des zweiten Messetages.

Mit einem Kongressforum und einem Themenpark rund um den Bereich Geoinformation erweitert der Moderne Staat sein Themenspektrum. Erstmals widmet die Messe den Geodaten einen eigenen Bereich im begleitenden Kongress und im Ausstellungsbereich.

Das neue Geoinformations-Forum wird vom Bundesinnenministerium, dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) und der Initiative Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) unterstützt. Im Mittelpunkt des Forums steht das organisationsübergreifende Prozessmanagement mit Geodiensten. Eine weitere Premiere ist der Themenpark Geoinformation, ein Gemeinschaftsstand von Unternehmen und Behörden. Das BKG zeigt hier mit dem Fraunhofer Institut für Optronik einen Digitalen Lagetisch.

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