Digitalstadt Darmstadt

Modellprojekt zieht positive Halbzeitbilanz

| Autor / Redakteur: dpa / Manfred Klein

Digitalstadt Darmstadt will weitermachen – falls die Finanzierung gesichert werden kann
Digitalstadt Darmstadt will weitermachen – falls die Finanzierung gesichert werden kann (© Christian – stock.adobe.com)

Das Projekt „Digitalstadt Darmstadt“ hat aus Sicht der Organisatoren die süd­hessische Kommune nach knapp einem Jahr auf positive Weise verändert. „Wir erleben, dass die Vernetzung unterschiedlicher Bereiche in der Kommunal­verwaltung zunimmt. Die Entwicklung ist nachhaltig“, sagte José David da Torre Suárez, Geschäftsführer der zu diesem Zweck gegründeten Gesellschaft, in Darmstadt.

Bei dem zwei Jahre dauernden Projekt soll die Stadt modellhaft vorführen, wie sich Kommunen mithilfe der Digitalisierung neu organisieren können. Dem Geschäftsführer zufolge bleibt die mittlerweile angewendete digitale Technik nach der Projektphase im Alltag der Stadtverwaltung bestehen. Dabei spiele der Datenschutz eine wichtige Rolle.

Die Haltung bekräftigte auch Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne): „Darmstadt wird auch nach dem 31. Dezember 2019 Digitalstadt sein und bleiben.“ Die Stadt wahre dabei aber einen kritischen Blick auf ethische Fragestellungen, versicherte Partsch.

Einige Anwendungsbeispiele gibt es in Darmstadt bereits: So messen Sensoren, wie stark einige Altglas- oder Altpapiercontainer in der Stadt gefüllt sind. Nach Angaben von José David da Torre Suárez kommen zudem Sensoren beim Hochwasser- und Umweltschutz zum Einsatz. So werden an einem Abwasserkanal bereits Wasserstand, Strömung und Belastung durch Chemikalien gemessen, weitere sollen folgen.

Die Gesellschaft «Digitalstadt Darmstadt» soll nach Angaben des Geschäftsführers auch nach der Projektzeit weitergeführt werden. Das hänge aber von den Geldgebern ab. Aktuell finanziert sich die Gesellschaft durch etwa zehn Millionen Euro vom Land Hessen. Die Stadt Darmstadt gibt eine Million Euro zu dem Projekt hinzu. Zudem unterstützen Unternehmen des Branchenverbands Bitkom den Umbau.

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