Serienmäßig eingebaute Kartenleser im Computer – nPA-ready ins Weihnachtsgeschäft

Modellkommune für den neuen Personalausweis

22.06.2011 | Redakteur: Gerald Viola

Das Bundesinnenministerium will mehr Anwendungen und bietet Kommunen Unterstützung an
Das Bundesinnenministerium will mehr Anwendungen und bietet Kommunen Unterstützung an

„Ich bin zufrieden“, sagt Gesamtprojektleiter Andreas Reisen ein halbes Jahr nach der Einführung des neuen Personalausweises (nPA). Zwar räumt er ein, dass der Start hätte besser sein können und dass noch hinreichend Anwendungen fehlen. Doch Ministerialrat Reisen und IT-Direktor Schallbruch sind sich beim Gespräch mit eGovernment Computing im Bundesinnenministerium einig: „Wir müssen uns mit den Erfolgen nicht verstecken.“

Denn nach einem halben Jahr habe man „schon über vier Millionen Ausweise draußen“ – nach dem Inkrafttreten des Signaturgesetzes im Jahre 1997 habe man bis heute gerade mal eine Million Signaturkarten erreicht. Beim nPA jedoch konnte man von Anfang an auf 30 Unternehmens- und eGovernment-Anwendungen zurückgreifen.

Und dann skizziert Ministerialrat Reisen den Umfang des Gesamtprojektes nPA: Für die Umsetzung des Projektes habe man eine eigene Organisation mit ingesamt 60 bis 80 Mitarbeitern geschaffen – „nach dem Projekthandbuch aufgebaut.“

Beim Bundesinnenministerium (Andreas Reisen mit etwa 20 Mitarbeitern) lag das Projektmanagement und es begleitete die Vergabeverfahren. Fast 30 Mitarbeiter waren beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) involviert. Das Bundeskriminalamt (BKA) war für die Kartentechnik zuständig, das Bundesverwaltungsamt für die Verwaltungsverfahren und die Vergabe der Berechtigungen. Reisen: „Das waren insgesamt 13 Teilprojekte, die gestemmt werden mussten.“

„Und wir mussten eine Stichtagslösung machen“, sagt IT-Direktor Schallbruch. Den neuen Personalausweis in Raten einzuführen – etwa Bundesland nach Bundesland – sei aus juristischen Gründen nicht möglich gewesen. Man habe in der Bundesdruckerei bis 31. Oktober die „alten Ausweise“ produzieren müssen und ab 1. November die neue Produktionslinie gestartet.

Reisen: „Die tatsächlichen Probleme lagen anfangs ja auch nur im Ein-Prozent-Bereich. In den ersten zwei Monaten eine Fehlerrate von einem Prozent ist bei Projekten dieser Größenordnung nicht untypisch. Und was ganz wichtig ist: Wir haben pünktlich zum Stichtag 1. November geliefert.“

Als die zuerst beantragten Ausweise fehlerhaft waren und nicht neu produziert wurden, habe man vor Weihnachten die Produktion leerlaufen lassen und neue Anträge erst wieder anschließend in die Herstellung übernommen.

Nächste Seite: „Wir haben bei der nPA-Produktion de facto Regelbetrieb“

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
Sehr geehrte Damen und Herren, der Artikel entspricht leider nicht den Fakten vor Ort. Bei uns...  lesen
posted am 03.08.2011 um 08:15 von Unregistriert


Mitdiskutieren
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 2051921 / Projekte & Initiativen)