Kommunale Aufgabe

Mobility as a Service – für einen besseren Stadtverkehr

| Autor / Redakteur: Richard Harris* / Susanne Ehneß

Alptraum und zugleich Alltag für Pendler: Stau
Alptraum und zugleich Alltag für Pendler: Stau (Bild: Pixabay)

Stadtplaner müssen es schaffen, den Pendlerverkehr reibungsloser zu gestalten. Dabei kann sie Mobility as a Service unterstützen. Ein Fachbeitrag von Richard Harris.

Wie wird der Verkehr der Zukunft aussehen? Wird es quasi nur noch Elektroautos geben? Oder selbstfahrende Fahrzeuge? So wie der gerade in China eingeführte erhöhte Explore Bus? Im Hinblick auf die technische Entwicklung gibt es vieles, worauf wir uns freuen können – doch wenn man die Pendler danach fragt, was sie für ihre Stadt wollen, so antworten sie meist das Gleiche: „Macht einfach, dass ich besser vorankomme.“

Die Grundrisse unserer Städte unterscheiden sich sehr stark voneinander, vor allem in Europa. Wie soll sich ein erhöhter Bus durch die engen und kurvigen Straßen in Londons Zentrum bewegen? Und kann ein selbstfahrendes Auto den Kreisverkehr am Pariser Arc de Triomphe meistern?

Wenn wir den Verkehr wirklich verbessern wollen, müssen wir uns zuerst Wahlmöglichkeiten schaffen – das ist die Herausforderung für die Stadtplaner von heute. Wir müssen die verschiedenen Betreiber, Technologielieferanten und Entwickler unter einen Hut bringen und einen Rahmen schaffen, in dem jeder Verkehrsträger störungsfrei funktioniert.

Die Wahl der Pendler verstehen

In einer in 19 großen europäischen Städten durchgeführten Umfrage stimmten 43 Prozent der Pendler der folgenden Aussage zu: „Das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs beeinflusst die Wahl meines Arbeitsplatzes und Wohnortes stark.“

In der Realität nutzen Pendler das, was für sie am bequemsten ist – und das kann sich von Stadt zu Stadt und von Tag zu Tag ändern. Die Städte müssen die Wahl der Transportmittel verstehen und einfacher machen. Die gute Nachricht: Wir haben das technologische Know-how, um das zu erreichen.

Heute betreiben die meisten Städte für jeden Vorgang ein anderes Back-Office-System: eins für die Mautgebühr, eins für die Fahrradvermietung, eins für das Fahrgeldmanagement im öffentlichen Nahverkehr und so weiter. All diese Back-Office-Systeme beinhalten ähnliche Daten und verwalten ähnliche Transaktionen, und es gibt keinen Grund, warum sie nicht in ein einziges System integriert werden könnten. Dadurch könnten nützliche Informationen leichter aus den gesammelten Daten herausgefiltert und natürlich die Anzahl der einzelnen Anmeldeverfahren für die Kunden verringert werden.

Diese Art von Modell gibt es bereits bei Uber/Uber Eats. Wir wollen den Komfort von verschiedenen Dienstleistungen an einem Ort. Flächendeckend in den Städten eingesetzte integrierte Services stellen den einzelnen Verkehrsteilnehmer in den Mittelpunkt des Transportnetzwerkes. Sie bieten maßgeschneiderte, auf Vorlieben basierende Reisedienstleistungen, um die intelligentere und einfachere Verkehrslandschaft zu schaffen, die wir uns vorstellen und die der Verkehrsteilnehmer der Zukunft erwartet.

Dieses Konzept wurde als „Mobility as a Service“ bekannt.

Bitte lesen Sie auf der nächsten Seite weiter.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44332110 / Standards & Technologie)