Modernisierungsagenda

Mobile Payment – relevant für die öffentliche Verwaltung?

| Autor / Redakteur: Marc Swenningshon / Ira Zahorsky

(Foto: © lassedesignen - Fotolia.com)

In der Wirtschaft ist das mobile Bezahlen bereits stark im Aufwind. Neue Technologien und Nutzerverhalten forcieren durchgängige Online-Transaktionen für unterschiedlichste Serviceangebote. Wie können Behörden diesen Trend für sich nutzen? Was sind geeignete Leistungen für mobiles Bezahlen in der öffentlichen Verwaltung?

Es gibt zum Beispiel seit einigen Jahren Parkplätze, die via Anruf und Kreditkartennummer bezahlt werden können. Bei Gebühren, Bußgeldern, Steuern oder öffentlichen Abgaben ist dies noch keine gängige Praxis. ePayment ist nun im eGovernment-Gesetz verankert und wird auch Mobile Payment als nächste Entwicklungsstufe von ePayment einen Schub geben. Erfahrungen aus der Wirtschaft können hier durch die Verwaltung weitergenutzt und in medienbruchfreie eGovernment-Verfahren umgesetzt werden. Eine Bezahlmöglichkeit über mobile Endgeräte wird integriert.

Mobile Zahlwege sind dort interessant, wo kleine Beträge schnell und oft gezahlt werden müssen, so etwa im öffentlichen Nahverkehr oder bei Eintritts- und Parkgebühren.

Potenzial bieten jedoch auch Zahlungen, die direkt im Amt, also etwa Antragsgebühren für Personalausweis, Reisepass, Führerschein etc. in bar oder mittels Lastschrift zu bezahlen sind sowie Bußgeld- oder Steuerbescheide mit längerfristigem Zahlungsziel. Lösungsansatz ist hierfür, die Gebührenbescheide mit einem QR-Code zu ergänzen, die dann per QR-Scanner im Mobiltelefon direkt in Zahlungsanweisungen oder Überweisungen umgesetzt werden können. Dies beschleunigt den Prozess, reduziert Fehler und erleichtert Buchung und Zuordnung des Zahlungseingangs bei einem deutlich verringerten Ressourcenaufwand.

Mehr zum Thema und wie Mobile Payment bereits in der Wirtschaft genutzt wird, erfahren Sie auch in der BearingPoint-Studie „Mobile Payment“.

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