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Mobile Medical Apps

| Autor: Kathrin Schäfer

Das funktioniert so: Mit der Cloud-basierten Applikation mit Echtzeit-Datenverarbeitung können Patienten sich in Krankenhäusern oder auch Arztpraxen ihre Augen scannen lassen. Die App erfasst die Patientendaten anonym und stellt sie mittels des von Widas-Concepts konzipierten Cloud-Frameworks Augen-Experten weltweit zur Verfügung.

Der zuständige Augenarzt könne hunderte Kilometer entfernt sein und trotzdem eine zuverlässige Diagnose stellen, so Widas-Concepts. Wenn Ergebnisse vorliegen, erhält der Patient eine Mitteilung über das Center, das die Augenscans durchgeführt hat. Dort erhält er anschließend auch eine Beratung, ob eine weitere Behandlung nötig ist und wie diese erfolgen kann.

Jenseits des medizinischen Nutzens spielt auch das Thema Usability eine große Rolle: Durch eine skalierbare Cloud-basierte Backend-Infrastruktur stelle Widas-Concepts eine schnelle Erfassung, Analyse und Speicherung der medizinischen Daten sicher, heißt es in der Pressemeldung des Unternehmens. Die übersichtliche Benutzeroberfläche ermöglicht eine intuitive und schnelle Bedienung. Außerdem könnten Patienten über die Cloud-Plattform nach einem geeigneten Arzt für die Diagnose suchen.

Zurück nach Deutschland, wo zahlenmäßig von Ärztemangel keine Rede sein kann, niedergelassene Ärzte es aber in ländlichen Regionen und vor allem in den neuen Bundesländern immer schwerer haben, bei Renteneintritt einen Nachfolger zu finden. Für deren Bewohner, aber auch für die laut Bertelsmann-Stiftung immer souveräner agierenden Patienten eines zunehmend digitalisierten Gesundheitswesens können weniger spezialisierte Apps ein hilfreiches Tool zur Überwachung der eigenen Gesundheit darstellen.

Apple erobert das Gesundheitswesen

Noch einmal Apple: Mit der Health App beispielsweise stellt der US-Konzern, der ursprünglich im Consumer-Bereich zu Hause ist, ein Tool zur Verfügung, um nicht nur Fitness-, sondern auch Gesundheitsdaten übersichtlich darzustellen. Voraussetzung ist, dass Herzfrequenz, Blutzucker, Cholesterinwerte und ähnliches von entsprechenden Gesundheits- oder Fitness-Apps aufgezeichnet werden. Diese Daten werden dann von der Apple-Health-App an einem Ort bereitgestellt.

Mit anderen Worten: Die App kreiert eine Art Gesundheitsakte ihres Benutzers. Diese ist mit einem Klick verfügbar, gibt stets Auskunft über den aktuellen Status. Auch ein sogenannter Notfallpass lässt sich mithilfe der App erstellen, in dem man die eigene Blutgruppe, Allergien und ähnliches vermerken kann.

So brisant und eben auch schützenswert diese Daten für Datenschützer sind, Apple verspricht kumpelhaft: „Du hast immer die Kontrolle darüber, welche Daten du mit welcher Gesundheits- oder Fitness-App teilst.“

Teilen möchte man diese Daten natürlich im Normalfall mit seinem behandelnden Arzt, und auch hierfür bietet Apple die passende Lösung: Mit dem sogenannten Health-Kit können Benutzer einer App, die Daten misst, auch den dauerhaften Zugang zu diesen Daten ermöglichen.

Die Kontrolle über die eigenen Daten verliere man hierbei nicht, im Gegenteil, man selbst lege fest, welche Daten geteilt werden sollen. Im Idealfall könnte die App, die den Blutzuckerwert misst, diesen nun auch automatisch an den behandelnden Hausarzt weiterleiten.

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