eGovernment in Hessen

„Mobile Access“ für die hessische Landesverwaltung

| Autor / Redakteur: Manuel Milani / Gerald Viola

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. (Foto: HDZ)

Im Frühjahr 2011 wurde die HZD mit einer Markterkundung und der Durchführung eines Praxistests für eine Erweiterung der „Mobile-Access-Plattform“ der Landesverwaltung beauftragt. Innerhalb kurzer Zeit hat die HZD eine Infrastruktur aufgebaut, die es insgesamt rund 70 Personen der hessischen Landesverwaltung ermöglicht, mit Tablets auf ihre dienstlichen eMails auf der zentralen E-Mail-Plattform (ZEM Hessen) zuzugreifen.

Smartphones und Tablet-PC revolutionieren den Markt für mobile Endgeräte. Dadurch wird sich auch die Kommunikation innerhalb der öffentlichen Verwaltung schrittweise verändern. Um jedoch die bestehenden zentralen IT-Infrastrukturen nicht zu gefährden, müssen die Risiken bewertet und geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Nur so kann die größtmögliche Datensicherheit gewährt werden.

In der hessischen Landesverwaltung wurden bereits 2008 – mit Einführung der BlackBerry-Infrastruktur – mobile Zugriffe auf dienstlichen E-Mails, Kalenderdaten und Kontakte möglich. Damals wie heute spielt der Aspekt „Sicherheit“ eine zentrale Rolle.

Anfang 2011 lag der Fokus der Sicherheitsbetrachtung des TÜV Nord darauf, ob und in welcher Form zusätzliche Risiken für den Netzzugang in das Landesnetz (HessenNetz), für den Zugriff auf die zentrale E-Mail-Plattform und für die neu einzusetzenden Endgeräte auftreten könnten. Der gesicherte Zugang zum HessenNetz wurde durch die Nutzung erweiterter Sicherheitsfunktionen der eingesetzten Firewall-Systeme erreicht.

Die Weiterentwicklung des Produktes „Mobile A­ccess“ öffnet den Weg für weitere mobile Lösungen. Die Herausforderung liegt in der Balance von Mobilität und Sicherheit.

Virtualisierung von Justizarbeitsplätzen

Die heute verfügbaren Technologien erlauben eine verstärkte Zentralisierung der IT-Services. Nicht zuletzt aus Kostengründen sucht auch die Landesverwaltung verstärkt nach entsprechenden Möglichkeiten und liegt dabei ganz im Trend der Zeit. Abkürzungen wie SaaS (Software as a Service), PaaS (Plattform as a Service) oder IaaS (Infrastructure as a Service) geistern durch die Landschaft. „Cloud Computing“ ist in aller Munde. Gleichzeitig mit einer Senkung der Kosten soll die Zentralisierung dabei auch zu einer Erhöhung der Qualität beitragen. Die hessische Justiz beschäftigt sich aktuell mit diesem Thema und hat 2011 mit einem erheblichen Beitrag zur Kostenreduktion und Green-IT sämtliche Arbeitsplätze der hessischen Verwaltungsgerichte virtualisiert. Die dezentrale Serverlandschaft wurde dabei abgebaut und im Rechenzentrum der HZD konsolidiert. Diesem Beispiel werden zahlreiche weitere Dienststellen der hessischen Justiz folgen.

Durch die Vereinheitlichung und Verschmelzung von Systemen, Applikationen und Datenbeständen wird die IT-Infrastruktur vereinfacht und vor allem flexibler. Dies führt zu einer Reduzierung von physischen Server-Systemen und zum Einsatz virtueller Systeme. Für die hessische Justiz bietet sich damit die Möglichkeit, ihre IT-Infrastruktur zu optimieren und gleichzeitig die Kosten für die Bereitstellung von Services und den laufenden Betrieb zu senken. Auch der Betrieb gestaltet sich effizienter. Zwar werden im Rechenzentru­m zunächst Investitionen zum Aufbau einer adäquaten, zentralen Infrastruktur erforderlich, die sich aber mit der Umsetzung der Zentralisierung schnell amortisieren.

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