Schutz von Mitarbeitern mit persönlichen Kundenkontakten

Mitarbeiterschutz gewährleisten

| Redakteur: Susanne Ehneß

Was waren Ihrer Meinung nach die wichtigsten Schritte auf dem Weg zur Umsetzung?

Drews: Eine grundlegende Voraussetzung ist die Hierarchieebenen-übergreifende Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche. Auf diesem grundlegenden Prinzip baut unser mehrschichtiges Konzept auf. Ein weiterer wichtiger Schritt war die Einführung einer Alarmierungssoftware für die Mitarbeiter.

Sie sprechen von einer Alarmierungssoftware. Wie funktioniert sie – und warum haben Sie genau diese eingesetzt?

Drews: Seit zwei Jahren haben wir die Software „Stiller Alarm“ im Einsatz. Nach einer intensiven Marktanalyse haben wir uns für das Produkt entschieden. Dies basierte unter anderem auf der mehrjährigen Erfahrung des Herstellers und der Flexibilität seines Teams hinsichtlich unserer Bedürfnisse. Nur so können wir gewährleisten, dass wir unseren mehrschichtigen Mitarbeiterschutz trotz der genannten Herausforderungen sicherstellen können. Wichtig war, dass die Software an die wechselnden Rahmenbedingungen angepasst werden kann.

Die Alarmierung der Mitarbeiter ist dabei über verschiedene Wege möglich. Sie erfolgt in einer vorher festgelegten Teilnehmergruppe. Dadurch erhalten wir die Flexibilität, räumliche oder organisatorische Besonderheiten berücksichtigen zu können. Nach der Auslösung eines Alarms erhalten die Mitarbeiter der betreffenden Alarmgruppe ein Alarmfenster in Echtzeit auf ihren Monitor. Dadurch können die helfenden Mitarbeiter den Alarm bestätigen und entsprechend den Anweisungen handeln.

Abgesehen von einer Alarmierung und den damit einhergehenden Maßnahmen haben die Nutzer keinen weiteren Aufwand mit der Software. Mit jedem Rechnerstart läuft das Programm permanent im Hintergrund. Mittels eines Icons in der Systray haben die Nutzer jederzeit die Möglichkeit, den aktuellen Status ohne weitere Schritte zu erkennen.

Warum reicht es nicht aus, dem Mitarbeiter eine Alarmsoftware zur Verfügung zu stellen?

Drews: Die Software ist nur ein Baustein in unserem Konzept, da die einzelnen Maßnahmen für sich betrachtet jeweils nur einen Teilbereich der Bedrohungsanalyse abdecken können. Der „Stille Alarm“ bildet hier eine Klammer, die mögliche Szenarien miteinander verbindet beziehungsweise sinnvoll ergänzt. Für uns ist es wichtig, dass wir das Programm gemäß unserer Prozesse einsetzen können und nicht umgekehrt. Ebenso notwendig ist eine gute Kommunikation mit dem Hersteller. Eine kontinuierliche Verbesserung der Software erhöht die Zuverlässigkeit des Systems, was wiederum der Sicherheit unserer Mitarbeiter und Besucher zu Gute kommt.

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Stillen Alarm kann man schon seit vielen Jahrzehnten in zahlreichen Behörden mit Kundenkontakt...  lesen
posted am 16.07.2014 um 08:28 von ELubey


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