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8. eGovernment-Wettbewerb

Mit zentralem IT-Management in innovative Standortentwicklung investieren

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Zentrales IT-Management erzielt Kostenvorteile

So werden zum Beispiel Ausschreibungen beim Kauf von Hard- und Software durch die Zentralstelle gesteuert. Dies geschieht in enger Abstimmung mit dem Landesbetrieb Daten und Information (LDI), der als erfolgreicher technischer IT-Dienstleister der Landesverwaltung ein wesentlicher Baustein der Neuorganisation ist. Für die Mitarbeiter in der Verwaltung ergibt sich dadurch ein deutlicher Zeitgewinn. Sie werden entlastet und können sich vermehrt ihren Fachaufgaben widmen. Darüber hinaus werden anhand von Bündelungseffekten Kosten eingespart und die Vergabeverfahren für IT mit geringerem Aufwand abgewickelt. Entscheidungen für innovative IT-Anwendungen können viel schneller umgesetzt werden.

Ein weiterer Pluspunkt: Mit der Zentralstelle für IT und Multimedia hat die Landesverwaltung einen festen Ansprechpartner, der alle Fäden der IT in der Hand hält. Das macht Abstimmungen mit dem Bund und den Kommunen nicht nur effizienter, sondern auch deutlich transparenter. Zusätzlich ergeben sich neue Möglichkeiten der Kooperation mit Hochschulen und Verbänden.

Ausgefeiltes eGovernment kommt Bildung zugute

Finanzielle Spielräume, die durch ein Mehr an Effizienz im IT-Bereich gewonnen werden, setzt Rheinland-Pfalz im Rahmen seines Gesamtkonzeptes an anderer Stelle wieder ein. So reinvestiert die Landesregierung gewonnene Mittel zum Beispiel in die Medienkompetenzentwicklung im Land: In engem Schulterschluss mit dem Ministerium für Bildung, Weiterbildung, Jugend und Kultur wurde das 10-Punkte-Programm „Medienkompetenz macht Schule“ auf den Weg gebracht, in das rund 10 Millionen Euro fließen. Dieses Geld wird zum einen in die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften sowie für die Nutzung Neuer Medien im Unterricht verwendet; zum anderen werden mindestens 200 weiterführende Schulen mit technischer Ausstattung, Software und IT-Support bestückt. Das Programm setzt unter Einbeziehung aller an Bildung Beteiligter (Eltern, Schülerinnen und Schüler, (medien-)pädagogische Bildungseinrichtungen, Schulträger) wichtige Impulse für mehr Medienkompetenz, auch um gegenüber den Gefahren der neuen Medien und des Internets „immun“ zu machen. Teil des Programms ist die Ausbildung und der Einsatz von rund 300 Jugendmedienschutzberatern, die in ihren Schulen als Experten zur Verfügung stehen. Vertieft wird die Bildungsinitiative durch weitere Engagements –etwa die im Rahmen des Programms finanzierten Medienkompetenz-Elternabende, die unter Einbindung von Partnern wie dem Landesmedienzentrum, den Verbrauchschutzzentralen, der Polizei und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation durchgeführt werden. Zur Unterstützung der Aktivitäten werden zudem sogenannte Medienkompetenznetzwerke in möglichst allen Regionen des Landes eingerichtet, um bei Nachfragen einen Ansprechpartner vor Ort zu haben.

Die flächendeckende Verwendung Neuer Medien kann aber nur gelingen, wenn Regionen und Einrichtungen über eine entsprechende Netzinfrastruktur verfügen. So werden möglichst schnelle Breitbandanschlüsse benötigt, um eLearning und Online-Recherchen im Unterricht verwenden zu können. Deshalb hat die Landesregierung die „Breitbandinitiative Rheinland-Pfalz“ gegründet, die sich dem Ausbau der widmet. Neben einem 10-Millionen-Euro-Förderprogramm und vielen Informationsveranstaltungen im Verbund mit dem Wirtschaftsministerium, finanziert die Zentralstelle fürIT und Multimedia auch die Erprobung neuer Breitbandtechnologien. Zwei Pilotprojekte mit der Deutschen Telekom AG (Satelliten-DSL, Richtfunktechnologie) wurden bereits erfolgreich durchgeführt. Ziel aller Aktivitäten ist die flächendeckende Breitband-Versorgung in Rheinland-Pfalz. Vor allem ländliche Kommunen, die bisher nicht mit schnellen Internetanschlüssen versorgt waren, sollen an das effiziente Breitbandnetz angeschlossen werden.

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