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Server, die es gar nicht gibt Mit Virtualisierung zu realen Einsparungen

Redakteur: Gerald Viola

Eine effizientere, leistungsfähigere und flexiblere IT-Infrastruktur – so lässt sich kurz gefasst der Wunschtraum vieler IT-Verantwortlichen beschreiben. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel ist die Virtualisierung.

( Archiv: Vogel Business Media )

Bei herkömmlichen IT-Infrastrukturen – sowohl bei Einrichtungen der Öffentlichen Hand, als auch bei Unternehmen – liegt die durchschnittliche Auslastung der Server bei rund 20 bis 30 Prozent. In einem Beitrag im McKinsey Quarterly vom Mai 2006 mit dem Titel „Two New Tools that CIOs Want“ war sogar davon die Rede, dass die Nutzung nur bei 5 bis 15 Prozent der vollen Verarbeitungskapazität liegt. Die Ursache dafür ist die feste Zuordnung der Ressourcen: Bei der konventionellen Implementierung von Servern erhält jede wichtige Anwendung einen dedizierten Server. Dadurch muss jedes einzelne System für Spitzenbelastungen ausgelegt sein, um Engpässe zu vermeiden. Das Resultat sind nur selten ausgelastete Server und eine unnötige Belastung der Budgets: Denn neben steigenden Kosten für Hardware und Lizenzierung sind immer umfangreichere Infrastrukturen, erhöhter Platzbedarf, vermehrter Energieverbrauch und eine höhere Wärmeentwicklung die Folge.

Servervirtualisierung stellt dagegen die Kapazitäten der physisch vorhandenen Server in Form von virtuellen Systemen zur Verfügung. Die Ressourcen im Rechenzentrum werden dazu in sogenannten Pools zusammengefasst. Anwendungen können entsprechend definierter Regeln flexibel auf diese Kapazitäten zugreifen. Zudem lassen sich ungenutzte Rechnerkapazitäten bei Bedarf aktivieren. Das Ergebnis: So können dieselben Anwendungen mit weniger Servern ausgeführt werden. Auf diese Weise lassen sich die Gesamtkosten senken. Auch ist die IT flexibler, da sich die Server so leichter implementieren oder erneut implementieren lassen. Doch die Servervirtualisierung bringt auch Herausforderungen mit sich: Eine davon ist das immer komplexere Management. Wenn sich Anwender für die Servervirtualisierung entscheiden, müssen sie Management- und Automatisierungstools einführen, mit denen sich die physischen und virtuellen Welten nahtlos verwalten lassen.

Mit cleveren Tools die Kapazitäten verdoppeln

2003 brachte HP zu diesem Zweck das HP Virtual Server Environment (VSE) auf den Markt. HP Virtual Server Environment ist ein wesentlicher Bestandteil von HPs Adaptiver Infrastruktur-Strategie. Diese bildet die Basis für das Rechenzentrum der nächsten Generation: eine automatisierte Umgebung, die rund um die Uhr per Fernwartung verwaltet wird. Das VSE-Portfolio von HP ermöglicht Anwendern schneller, flexibler und kosteneffizienter auf die sich stetig ändernden Anforderungen an die Geschäftsprozesse zu reagieren. HP VSE ist eine integrierte Lösung zur Servervirtualisierung für HPs hochverfügbare HP Integrity und HP 9000 Server. Sie stellt eine flexible Umgebung zur Verfügung, mit der sich die Nutzung der Ressourcen in Echtzeit maximieren lässt. Zudem lassen sich mit ihr virtuelle Server einrichten, die automatisch erweitert, verkleinert und verlagert werden können – je nachdem, welche Service Level Objectives für die einzelnen Anwendungen festgelegt wurden.

Im nahtlosen Zusammenspiel mit Partitionierung, Hochverfügbarkeit und Pay-per-Use-Lösungen ermöglicht HP VSE Anwendern, auch bei möglichen Ausfällen die festgelegten Service-Levels aufrechtzuerhalten und bedarfsabhängig für zusätzliche bereitgestellte Kapazitäten zu bezahlen. HP Virtual Server Environment unterstützt neben HP-UX auch Windows, Linux und OpenVMS.

Bis zu 20 virtuelle Server je Prozessor

Zu den Schlüsselkomponenten von HP VSE zählen die HP Integrity Virtual Machines (VM), mit denen Input/Output-Kapazitäten (I/O), Speicher und CPU-Bandbreite von HP Integrity Servern unterteilt und gemeinsam genutzt werden können. Mit Integrity VM können bis zu 20 virtuelle Maschinen gleichzeitig auf einem einzelnen Prozessor-Kern laufen. Die Ressourcen werden automatisch zugeordnet – entsprechend den vorher definierten Regeln. Diese garantieren, dass jede Anwendung die Ressourcen erhält, die sie benötigt: die Anwendungen mit der höchsten Priorität erhalten in Zeiten mit maximalem Bedarf zusätzliche Kapazitäten. Im Zusammenspiel von HP Integrity Virtual Machines und der Software-Partitionierung mit anderen Komponenten von VSE, wie zum Beispiel mit dem HP Systems Insight Manager (SIM) und dem HP Integrity Essentials Virtualization Manager, lassen sich zusätzliche Vorteile erzielen. Integrity Essentials Global Workload Manager und HP-UX Workload Manager sorgen für Richtlinien-Engines, die Service-Level überwachen und die Zuordnung der Serverkapazitäten vollautomatisch anpassen.

Durch derartige Tools lassen sich virtualisierte Infrastrukturen einfach einrichten und verwalten. So kommen die Vorteile der Virtualisierung voll zum Tragen – und zwar ganz real und nicht nur virtuell.

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