Interview

Mit Verwaltungsprozessoptimierung wird IAM zum Pflichtprogramm

Seite: 3/5

Anbieter zum Thema

Verwaltungsprozesse werden durch Straffung und Beschleunigung von Weiterleitungs- und Bearbeitungsvorgängen automatisiert. Wie sieht das bei einer über IAM koordinierten Zugangs- und Zugriffskontrolle aus?

Schöndlinger: In dem Benutzereinträge, -rechte und -rollen in einem zentralen Verzeichnis zentralisiert werden, sinkt der Administrations-, Pflege- und Anpassungsaufwand. Administrationsprozesse werden kostensparend gestrafft. Einträge, Rechte und Rollen zu neuen Mitarbeitern oder Mitarbeiter in neuen Funktionen, einmal zentral erfasst, werden per Workflow automatisch an die zuständige Fachabteilung propagiert. Werden Einzelrechte für Mitarbeiter einer bestimmten Abteilung zu Gruppenrechten zusammengefasst, wird die Administration zusätzlich erleichtert. Neuankömmlinge in dieser Abteilung, beispielsweise, können über die Zuweisung von Gruppenrechten ad hoc aktiv und dadurch produktiv geschaltet werden. Single-Sign-on (SSO)-Prozesse, ebenfalls Teil des IAM-Modulsets, vereinfachen und beschleunigen für die Mitarbeiter die Vergabe von Zugangs- und Zugriffsprivilegien.

In all diesen IAM-typischen Optimierungsmechanismen stecken für die Behörde erhebliche Kosteneinsparungen. In Verbindung mit welchen Verwaltungsprozessketten sie am höchsten ausfallen, sollte im Vorfeld des eigentlichen Projekts genau analysiert werden.

Sind es nur die Einsparungen, die in Zeiten der wirtschaftlichen Krise für den verwaltungsprozessflankierenden Einsatz von IAM-Modulen sprechen?

Schöndlinger: Keineswegs. Mit der Optimierung von Verwaltungsprozessen rücken viele Aktionen, Eingangsbestätigungen und Genehmigungen, die vormals offensichtlich auf Papier abgewickelt wurden, in den elektronischen Hintergrund. Die Zugriffskontrolle muss dieser konsequenten Digitalisierung folgen, damit für Angreifer von innen und außen keine gefährlichen Einstiegslöcher entstehen. IAM empfiehlt sich förmlich für diese Aufgabe. Mit seiner Verwaltungsprozessorientierung setzt IAM den Sicherheitshebel genau dort an, wo für die Behörden die größten Gefahren drohen: an den Applikationen mit den sensiblen Verwaltungsdaten und -dokumenten. Digitale Prozessabfolgen von Applikation zu Applikation werden automatisch durch eine ebenso digitale Zugriffskontrolle flankiert. Dadurch verlieren die vermeintlich weniger offensichtlichen Hintergrundprozesse für die Verantwortlichen ihren Schrecken.

Nächste Seite: Sichere Kommunikation zwischen Behörden, Bürgern und Unternehmen

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung der Verwaltung und Öffentlichen Sicherheit.

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:2022221)