eGovernment in Nürnberg – ein Statusbericht

Mit „Mein Nürnberg“ ganz einfach zum Bürgerkonto

| Autor: Manfred Klein

Details des Leitfadens

Einen zentralen Dienstleister als Ansprechpartner und Koordinator der Projekte den Dienststellen zur Seite zu stellen hat sich ebenfalls als erfolgreich erwiesen. Die Lerneffekte werden an Folgeprojekte weiter gegeben, eine gemeinsam nutzbare IT-Infrastruktur entwickelt sich.

Mittels der Checkliste des Leitfadens können die Dienststellen autonom feststellen, ob eine Themenstellung für eine ePartizipation geeignet ist. Im Jahr 2015 haben wir drei ePartizipationen in drei Geschäftsbereichen durchgeführt – sehr heterogene Projekte. Wir stellen auch in der Praxis fest, je konkreter die Öffentlichkeit sich einbringen kann, desto intensiver wird diskutiert und desto besser ist der Input.

Wir sind jetzt in der Phase, in der die ersten Planungen mit vorgeschalteten ePartizipationsverfahren zur Entscheidung in die Stadtratsgremien kommen – eine sehr spannende Entwicklung. Die Verwaltung musste lernen, sich mit dem Input der Öffentlichkeit auseinanderzusetzen und ihn produktiv umzusetzen. Die Politik muss sich nun mit den darauf basierenden Ergebnissen befassen und vor diesem Hintergrund ihre Entscheidungen treffen. Damit ist dies ein Lernprozess für alle Seiten.

Nürnberg hat bei der Umsetzung von eGovernment einen pragmatischen Ansatz gewählt, penibel ausformulierte und bis ins Detail gehende Strategien hat die Stadt nicht. Dennoch, ganz ohne Plan geht es auch in Nürnberg nicht. Welche eGovernment-Projekte haben Priorität, wie werden sie gesteuert und in den Gremien der Stadt abgestimmt?

Eisele: Natürlich haben wir eine Strategie – nur ist diese nicht bis ins Detail über die gesamte Stadtverwaltung auf viele einzelne Projekte herunter gebrochen.

eGovernment ist in die IT-Strategie eingebettet, Projekte werden über die entsprechenden IT-Gremien eingebracht, priorisiert und realisiert. Auf Grund der steigenden Nachfrage und Aufgabenverdichtung in der IT können wir nicht immer alle Projekte so schnell umsetzen, wie wir das selbst gerne tun würden – auch unsere Ressourcen sind begrenzt.

Unsere Strategie ist es, Projekte zu realisieren, wenn sie sowohl der Öffentlichkeit als auch der Verwaltung nützen; einfach zu beginnen sind, um schnell erste Erfolge für alle Beteiligten zu erzielen, und die Dienste so einfach wie möglich, aber auch so sicher wie nötig anzubieten. Mit „Mein Nürnberg“ haben wir dazu nun die notwendige modulare Infrastruktur, die wir jetzt möglichst nutzbringend einsetzen und auslasten werden.

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