eGovernment in Nürnberg – ein Statusbericht

Mit „Mein Nürnberg“ ganz einfach zum Bürgerkonto

| Autor: Manfred Klein

ePartizipation erhöht Nutzerakzeptanz

Welche Erfahrungen haben Sie bisher gemacht, wie reagierten die Bürger auf das Angebot und wie wird es mit es mit diesen Projekten weitergehen?

Eisele: Die Nutzungszahlen der Online-Formulare und -Dienste steigen kontinuierlich. Die Zahl unserer Angebote ebenfalls. Kunden und Dienststellen sehen die Zeit- und Effizienzgewinne und die Rückmeldungen, die wir zu unseren Angeboten von Kundenseite bekommen, sind durchweg sehr positiv.

Zurzeit sind 13 Antragsprozesse auf „Mein Nürnberg“ nutzbar, vorwiegend aus dem ausländer- und melderechtlichen Bereich. Die Daten aus „Mein Nürnberg“ können zur Vorbelegung der Antragsfelder verwendet werden, oder, wie bei der Ausländerrechtlichen Anfrage per eID, zur expliziten Authentifizierung.

Als wir im März 2015 starteten, haben wir erwartet, dass die Anzahl der eID-Nutzer im Verhältnis zu denen, die ein „behördenbestätigtes Mein Nürnberg“ haben, sehr gering sein wird. Interessanterweise ist dies nicht der Fall. Vier Wochen nach Start hatten wir 54 bestätigte Konten, davon 14 mit eID und 40 mittels Behördenbestätigung. Heute, nach einem Jahr, haben wir 541 bestätigte Konten, 82 mit eID und 459 behördenbestätigt.

Wir sind mit dieser Entwicklung durchaus zufrieden. Jetzt kommt es vor allem darauf an, weitere attraktive Angebote online zu stellen und diese zu bewerben. Großes Potenzial für die Zukunft sehen wir in dem Kundenkreis der juristischen Personen, dem wir uns öffnen werden. Die Realisierung eines „Mein Nürnberg“ für Firmen steht daher auf unserer Prioritätenliste der Weiterentwicklung ganz oben.

Nürnberg ist mit seinem Leitfaden zur ePartizipation ja ebenfalls Vorreiter. Wie hat dieser sich bewährt?

Eisele: Der Leitfaden beschreibt Strukturen und Strategien, die wir in den letzten Jahren erprobt haben. So lassen wir zum Beispiel den Steuerungskreis die von den Dienststellen vorgeschlagenen Verfahren prüfen, bewerten und sprechen dann dem Stadtrat eine Empfehlung aus. Das Verfahren hat sich inzwischen etabliert – dieses Jahr hat der Stadtrat zum dritten Mal in Folge die Durchführung der vorgeschlagenen ePartizipationen beschlossen.

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