eGovernment in Nürnberg – ein Statusbericht

Mit „Mein Nürnberg“ ganz einfach zum Bürgerkonto

| Autor: Manfred Klein

Ein Bürgerkonto mit eID-Funktion für Nürnberg

Sie sprachen es ja bereits an, eines der wichtigsten eGovernment-Projekte der vergangenen Monate war die Bürgerservice-Plattform „Mein Nürnberg“. Wodurch zeichnet sich das Portal aus, und worin unterscheidet es sich von vergleichbaren Ansätzen?

Eisele: Es existieren einige Analogien zu anderen Angeboten. Auch bei unserem „Bürgerkonto“ ist eine Registrierung mittels eID-Funktion vorgesehen. Als zweiten Weg bieten wir jedoch den sogenannten „behördenbestätigten Zugang“ an. Dabei erhält der Kunde bei der Registrierung elektronisch ein Dokument mit einer eindeutigen Transaktionsnummer. Mit diesem geht er einmalig zu einer unserer Bürgerdienststellen, weist sich dort durch Vorlage eines gültigen Ausweisdokumentes aus und das Konto wird freigeschaltet. Dadurch ist seine Identität sogar eindeutiger bestätigt als durch die eID.

Wir haben dieses Angebot geschaffen, da die Verteilung und Nutzung der eID über den neuen Personalausweis noch einige Jahre dauern wird. Zwischenzeitlich sollen unsere Angebote aber ebenfalls für möglichst Viele nutzbar sein.

Ein weiterer Unterschied zu anderen Angeboten ist, dass wir bei der Anmeldung zusätzlich zu Benutzername und Passwort eine mTAN als drittes Merkmal einfordern.

Der wesentlichste Unterschied zu anderen Angeboten ist jedoch der Rückkanal zu den Antragstellern. Denn über „Mein Nürnberg“ kann nicht nur sicher elektronisch beantragt werden, sondern die Verwaltung kann elektronisch antworten. Für uns ein Meilenstein.

Rückfragen können sicher elektronisch abgewickelt werden, Bescheide, Rechnungen, etc. werden elektronisch zur Verfügung gestellt – es geht schneller, medienbruchfrei, effizienter und ist dennoch sicher.

Zudem verbinden wir nun auf sinnvolle Weise alle unsere Infrastrukturkomponenten. Online-Formulare und -Dienste sowie Workflows laufen auf einer technischen Basis, die Schnittstellen untereinander sind optimiert. Die Anbindung an Fachverfahren im Back-end-Bereich ist ebenfalls möglich und wird momentan im Bau- und Gewerbebereich getestet. Damit sind wir jetzt auf einem technisch und wirtschaftlich sinnvollen Stand, gleichzeitig sind die Systeme aber so offen, dass wir sie nach Bedarf erweitern können.

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