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CIOs vor großen Herausforderungen Mit innovativen Ideen der COVID-19-Pandemie trotzen

| Autor / Redakteur: Detlef Krause* / Elke Witmer-Goßner

Noch vor ein paar Monaten hätte sich wohl keiner vorstellen können, dass ein weltweites Lockdown-Szenario, wie wir es gerade erleben, möglich ist. Doch so viele negative Auswirkungen die COVID-19 Pandemie auch hat, es sind innovative Ideen, die bedingungslose Hilfsbereitschaft und neue Geschäftsmodelle, die uns zeigen, dass wir auch gestärkt aus dieser Krise herausgehen können.

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Krisenbedingt mussten Digitalisierungsprojekte in Unternehmen und Behörden schneller als geplant angepackt und zumindest teilweise umgesetzt werden.
Krisenbedingt mussten Digitalisierungsprojekte in Unternehmen und Behörden schneller als geplant angepackt und zumindest teilweise umgesetzt werden.
(© gemeinfrei© Gerd Altmann / Pixabay )

Einer, der in dieser Zeit zum Koordinator, „Enabler“ und Innovator geworden ist, ist der CIO. Wie viele andere Führungsverantwortliche, musste auch er sich dieser noch nie dagewesenen Situation schnell und flexibel anpassen. Denn jetzt kommt es mehr denn je auf Digitalisierung, Workflows, Mitarbeiterführung und -motivation sowie modernen Technologien an. Und das alles unter dem Aspekt, den Umsatz zu sichern, und der optimalen Customer Experience und der Sicherung der Geschäftsfähigkeit.

Neue Herausforderungen aus dem Nichts

Dass die Digitalisierung bald unumgänglich und überlebenswichtig sein wird, daran hat keiner gezweifelt, aber dass sie quasi über Nacht umgesetzt werden muss, das hätte wohl selbst der beste Stratege nicht erwartet. Dabei waren die bisherigen Gegebenheiten und Anforderungen– auch ohne COVID-19 – für CIOs schon eine große Herausforderung. Doch mit dem Aufkommen der Pandemie hat sich alles nochmal verstärkt: Global verteilte Teams, Lieferstopps und andere Unterbrechungen entlang der Supply Chain und der Zugriff auf Netzwerk und Server von Mitarbeitern im Homeoffice. Und natürlich nicht zu vergessen: Die Zunahme von Phishing- und Social Engineering-Angriffen.

Digitale Strategien, die unter normalen Voraussetzungen Monate, wenn nicht sogar Jahre in Anspruch nehmen, mussten teilweise ad hoc, aber dafür nicht weniger durchdacht, umgesetzt werden. Denn es ging in dieser Krisenzeit nicht nur um den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch um die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter. ServiceNow hat hierzu beispielsweise vier neue, kostenfreie Apps auf den Markt gebracht, die Unternehmen und den öffentlichen Sektor im Umgang mit der Krise unterstützen.

Pioniere in Behörden und HR

Man könnte fast sagen, Technologie ist für Unternehmen systemrelevanter denn je, und mithilfe dieser Technologie sind sie in der Lage, innovative Geschäftsmodelle und -ideen jetzt schnell zu entwickeln und umzusetzen. Im öffentlichen Sektor geht die digitale Transformation nach wie vor schleppend voran. Doch auch Städte und Gemeinden mussten ihre Services durch die COVID-19 Pandemie digitalisieren. Ein Blick in die USA zeigt, dass Technologie in Sachen Transparenz und Aufklärung sehr viel beitragen kann. Los Angeles hat eigens ein COVID-19-Portal aufgebaut, welches auf der Now Platform von ServiceNow basiert. Hier werden Drive-Through Coronavirus-Tests registriert. Binnen 48 Stunden war dieses Portal für 16 Millionen Bürger verfügbar. Nutzer können sich damit über Symptome informieren, einen Termin vereinbaren und einen Ort für ihren Drive-Through-Test identifizieren.

Auch HR-Verantwortliche waren und sind mit großen Herausforderungen in diesen Tagen konfrontiert – Kurzarbeit, Urlaub, Arbeitsausfälle, Krankheitsfälle und Quarantäne – all diese Anträge müssen bearbeitet werden. Mit dieser Flut an Anfragen sah sich auch ein Einzelhandelsunternehmen für Heimwerkerbedarf konfrontiert. Aufgrund der steigenden Anzahl von Anträgen auf bezahlten Urlaub im Rahmen von COVID-19 hat das Unternehmen innerhalb von 96 Stunden eine mobile App entwickelt, die das Erstellen und Einreichen von Abwesenheitsanträgen ermöglicht. Nun können alle 330.000 Mitarbeiter weltweit auf diesen Service zugreifen.

Detlef Krause, ServiceNow Deutschland.
Detlef Krause, ServiceNow Deutschland.
(Bild: ServiceNow)

Mit Schließung der Grenzen in Europa, mussten Arbeitspendler stets einen Nachweis des Arbeitgebers bei sich tragen, um zu ihrem Arbeitsplatz im Nachbarland zu gelangen. Ein Pharmaunternehmen wollte seinen Mitarbeitern diesen lästigen Prozess erleichtern und stellte kurzerhand mit den mobilen Workflow-Tools von ServiceNow einen mobilen Hub zur Verfügung. Mitarbeiter können mit nur wenigen Klicks auf ihrem Mobilgerät auf das Formular zum Nachweis der Beschäftigung zugreifen und dieses herunterladen. Innerhalb von zwei Wochen nach dem Launch haben bereits 2.700 Mitarbeiter diesen Service in Anspruch genommen und können so jederzeit und von überall aus bei Bedarf auf den Nachweis zugreifen.

Die Krise macht uns stärker

Das Coronavirus wird die Art und Weise, wie wir in Zukunft arbeiten, reisen und Meetings abhalten verändern. Die Digitalisierung ist für Organisationen und die globale Wirtschaft erfolgskritischer denn je. Doch es zeigt sich auch, dass wir unter Druck spannende und wertvolle Innovationen auf den Markt bringen können. Denn es sind Ideen wie diese, die uns nicht nur stärker machen, sondern auch zeigen, was binnen kurzer Zeit möglich ist. Die Tools, Technologien und Lösungen sind vorhanden, man muss sie (nur) nutzen. Leichter gesagt als getan und dennoch gibt es dazu keine Alternative.

* Der Autor Detlef Krause ist VP und General Manager Deutschland von ServiceNow.

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