IT-Ausbildung am Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz

Mit E-Government in die Zukunft!

| Autor / Redakteur: Prof. Dr. Jürgen Stember / Manfred Klein

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Entgegen der noch landläufigen Einstellung, dass die Verwaltungen nur sehr wenig mit technischen Innovationen zu tun haben, hat der Fachbereich Verwaltungswissenschaften dieses Thema schon früh in das Zentrum seiner Ausbildung gesetzt.

Innerhalb der Ausbildung für den öffentlichen Dienst in der Bundesrepublik Deutschland zählt der Fachbereich Verwaltungswissenschaften mittlerweile zu einer der modernsten und innovativsten Institutionen. Allein 2012 wurden mit Cloud Computing und einem komplett neuen IT-Labor mehr als 400.000 Euro in die neue und hoch moderne Infrastruktur investiert.

Die IT-Ausbildung orientiert sich dabei an zwei zentralen Leitlinien: Zum einen wird für die beiden allgemeinen Laufbahnstudiengänge („Öffentliche Verwaltung“ und „Verwaltungsökonomie“) darauf geachtet, die wichtigsten Grundlagen (Office-Sys­teme) sowie einen groben Einblick in ausgewählte Fachanwendungen (z. B. SAP, GIS oder Doppik-Software) zu vermitteln. Dabei spielen aber auch Projektmanagement- oder MindManaging-Softwaresysteme gerade in praktischen Seminaren eine zunehmend wichtige Rolle.

Zum anderen finden sich in dem seit 2000 existierenden Studiengang E-Government (vormals Verwaltungsinformatik) erheblich vertiefte IT-Verfahren und -strukturen in den entsprechenden Curricula. Hier kommt es im Wesentlichen auf IT-Kenntnisse hinsichtlich der allgemeinen Informationsverarbeitung, der neuen Web-Technologien, aber auch auf bestehende und neue IT-Fachverfahren an. Mit der neuen Hard- und Software-Ausstattung kann der Fachbereich seinen Studierenden seit Beginn des Jahres 2013 wieder alle aktuellen Versionen auf einer deutlich besseren und leichter administrierbaren Basis anbieten (Cloud Computing über das Rechenzentrum der Hochschule).

Anfang 2012 hat der Fachbereich Verwaltungswissenschaften darüber hinaus ein neues Projekt in Form eines IT-Forschungslabors mit dem Themenschwerpunkt der Wirtschaftsförderung gestartet. Dieses neue Innovationslabor (WiföLAB) ist mit technisch unterschiedlichsten Systemen ausgestattet, die vom normalen Einzelarbeitsplatz über Cloud-Systeme mit Thin- und Zero-Clients bis hin zu mobilen Tablets und Smartphones reichen. Das InnoLab mit den wichtigsten CRM-Systemen stellt jedoch nur die erste Entwicklungsstufe dar und wird durch ein größeres, spiegelbildlich aufgebautes Labor für die Aus- und Fortbildung ergänzt (LehrLAB, vgl. Abb.).

Seit dem Ende des vergangenen Jahres profitieren die Studierenden der Hochschule Harz als künftige Nachwuchskräfte von den neuen Möglichkeiten.

Durch dieses bundesweit einmalige Projekt hat die Hochschule ein Alleinstellungsmerkmal produziert, das aktuell und in Zukunft nicht nur in der Lehre und Forschung, sondern auch in der Fort- und Weiterbildung eine sehr bedeutsame Rolle spielen wird.

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