Demografischer Wandel und zunehmende Urbanisierung sind eine Herausforderung für eGovernment

Mit City Management das Gleichgewicht finden

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Die Ressourcen Energie und Wasser schonen

Bei all diesen Überlegungen ist jedoch zu beachten, dass Bildung, Gesundheitsversorgung und elementare Dienste wie Wasserversorgung und Abwasserentsorgung langfristig ebenso wichtig und hoch anzusiedeln sind wie ein funktionierender öffentlicher Personennahverkehr oder gut ausgebaute Schnellstraßen für den Fernverkehr, unterstreicht Michael Rapp, Vice President Sales and Marketing für den Öffentlichen Sektor bei Siemens.

Grenzüberschreitend gilt: Der Zugang zu sauberem Wasser und ein funktionierendes Abwassersystem entscheiden immer über die Gesundheit einer Bevölkerung und die Lebensperspektiven des Einzelnen. Dass die Ressource Wasser begrenzt ist, merken nicht nur die Menschen in afrikanischen Wüstengebieten. Auch in Nordamerika oder Spanien gibt es im Sommer mittlerweile Durststrecken, während derer Wasser nur rationiert und nur für bestimmte Zwecke verwendet werden darf. Dann gilt etwa ein generelles Rasenspreng- und Autowaschverbot, denn der Gebrauch von Wasser für Nahrungs- und Hygienezwecke hat eindeutig Vorrang. Zur Versorgungsthematik kommt erschwerend hinzu, dass das Wasser aus der Leitung auch gesundheitliche und hygienische Maßstäbe erfüllen muss. Und das ist selbst in den hochentwickelten Industrienationen nicht immer der Fall.

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So lassen in den ligurischen Städten Santa Margherita und Portofino die Verantwortlichen Taten sprechen. Um dem durch Tourismus saisonal schwankenden Abwasseraufkommen und den geforderten EU-Standards bezüglich der Abwasserqualität gerecht zu werden, wurde dort mit Unterstützung von Siemens eine Abwasseraufbereitungsanlage mit Membran-Bioreaktor (MBR)-System gebaut. Als MBR bezeichnet man die Kombination einer biologischen Einheit mit einem Membrantrennverfahren. Damit entfallen die in der Abwasserreinigung üblichen Nachklärbecken. Nachgeschaltete Sedimentierungs-, Filtrations- und Desinfektionsstufen sind nicht mehr erforderlich. So ist nicht nur die klassische Aufarbeitung von Abwasser möglich, sondern auch dessen Recycling. Letzteres kann guten Gewissens verwendet werden, zum Beispiel zur Bewässerung in der Landwirtschaft. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für 2009 geplant.

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Link: Siemens AG

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