Studie zu Big Data und Informationssicherheit

Mit Big Data die eGovernment-Angebote schützen

| Autor: Manfred Klein

(Bild: © Nmedia - Fotolia)

In der gemeinsam durchgeführten Studie „Big Data und Informationssicherheit“ gehen KuppingerCole Ltd. und das Business Application Research Center (BARC) dem Einsatz von Big Data Anlytics im Kontext von Netzsicherheit und Betrugserkennung auf den Grund. Die Ergebnisse sind auch für Verwaltungen relevant.

Die Studie, für die mehr als 330 Personen aus über 50 Länden und unterschiedlichsten Branchen befragt wurden, zeigt, wie Unternehmen und Organisationen Big-Data-Technologien zur Steigerung ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Cyber-Angriffe einsetzen, Angriffe besser erkennen und in Echtzeit darauf reagieren können.

Bei Barc heißt es dazu: „Analytics ist das Schlüsselelement der Widerstandsfähigkeit gegen Cyber-Bedrohungen. Aufgrund der stets fortschrittlicheren und häufigeren Angriffe und der einfachen Tatsache, dass jedes Unternehmen sich gegen unterschiedlichste Angriffe wehren muss, während für Angreifer eine einzige erfolgreiche Methode ausreichend ist, müssen Unternehmen ihre Konzepte in Bezug auf Cyber-Sicherheit überdenken.“

Organisationen könnten sich künftig nicht mehr ausschleißlich auf die reine Prävention von Angriffen konzentrieren – sie müssten auch bei der Erkennung und bei der Reaktion auf Gefahren Know-how aufbauen. 

Dazu heißt es bei BARC weiter: „Im Zentrum dieser Herangehensweise steht die Erkennung – und an dieser Stelle kommen Analytics und Big Data ins Spiel. Bezüglich der Erkennung muss es möglich sein, abweichende Nutzungsmuster zu erkennen, komplexe Analysen nahezu in Echtzeit auszuführen und komplexe Korrelationen über verschiedene Datenquellen, von Server- und Anwendungsprotokollen bis hin zu Netzwerkereignissen und Nutzeraktivitäten, zu erstellen.“

Dies erfordere nicht nur hochentwickelte Analytics über einfache regelbasierte Ansätze hinaus, sondern auch die Möglichkeit, große Mengen an aktuellen und historischen Daten zu analysieren – also Big Data. Durch die Kombination aktueller Analytics- und Sicherheitsfunktionen könnten Unternehmen und Oragnisationen ihre Widerstandsfähigkeit gegen Cyber-Bedrohungen erhöhen. 

Die Untersuchung liefert nach Angaben der Autoren Erkenntnisse zum Status quo der Themen Informationssicherheit und Betrugserkennung in Unternehmen auf der ganzen Welt. Dabei zeige sie auf, welche Ansätze die Firmen bei ihren Big-Data-Security-Analytics-Initiativen konkret verfolgen, auf welche Herausforderungen sie bei der Umsetzung stoßen und wie ihre weiteren Planungen aussehen.

Darüber hinaus biete die Studie einen Überblick über die derzeit hierfür verfügbaren Big-Data-Technologien. Zu den wichtigsten Ergebnissen der Untersuchung gehören:

  • Big Data wurde von 55 Prozent der Befragten als wichtigster IT-Trend eingestuft.
  • IT-Sicherheit rangiert mit 53 Prozent auf Platz zwei.
  • Lediglich 13 Prozent der Befragten stufen ihr Unternehmen auf dem Gebiet Big Data Security Analytics als „best-in-class“ ein.
  • Annähernd 90 Prozent der Befragten, die ihre Firma zu den Best-in-Class-Unternehmen zählen, sind der Überzeugung, dass Big-Data-Security-Analytics-Technologien beträchtliche Vorteile bringen.
  • Best-in-Class-Unternehmen verwenden ein breites Spektrum der vorhandenen Sicherheitstechnologien. Nicht nur zur Identifizierung von Bedrohungen, sondern auch für Identity und Access Governance (85 Prozent), starke Authentifizierung (50 Prozent), Security Information und Event Management (76 Prozent) sowie Nutzerverhaltensanalysen (68 Prozent).
  • 98 Prozent der Best-in-Class-Unternehmen betrachten Automatisierung als besonders wichtigen Aspekt von Security-Analytics-Lösungen.

Das Studiendokument steht zum Download bereit.

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