Neuer Schwung für Verwaltungsdigitalisierung

Ministerpräsident Daniel Günther eröffnet Joint Innovation Lab in Lübeck

| Autor: Manfred Klein

(v.l.n.r.) Prof. Dr. Michael Herczeg, Bürgermeister Jan Lindenau, Präsidentin der Universität zu Lübeck Prof. Dr. Gabriele Gillessen-Kaesbach, Ministerpräsident Daniel Günther, Chef der Staatskanzlei Dirk Schrödter und Mach AG Vorstandsvorsitzender Rolf Sahre
(v.l.n.r.) Prof. Dr. Michael Herczeg, Bürgermeister Jan Lindenau, Präsidentin der Universität zu Lübeck Prof. Dr. Gabriele Gillessen-Kaesbach, Ministerpräsident Daniel Günther, Chef der Staatskanzlei Dirk Schrödter und Mach AG Vorstandsvorsitzender Rolf Sahre (© Fotowerker – Ganzer&Berg GbR)

Das Bundesland Schleswig-Holstein hat sich eine anspruchsvolle Digitalisierungsagenda gegeben. Mit der Eröffnung des Joint Innovation Labs etabliert das Land einen weiteren Baustein, um dessen Ziele – auch im eGovernment – umzusetzen.

Im Koalitionsvertrag der schwarz-grünen Landesregierung heißt es zum Thema Digitalisierung unter anderem: „Wir wollen Schleswig-Holstein zu einer digitalen Vorzeigeregion machen. Wir verstehen die Digitalisierung als ressortübergreifende Querschnittaufgabe von höchster Bedeutung. Deshalb wollen wir ein Digitalisierungskabinett auf Ministerinnen- und Ministerebene unter Leitung des Ministerpräsidenten gründen, um so eine klare, abgestimmte und umfassende Digitalisierungspolitik sicherzustellen. Die fachliche Federführung des Digitalisierungskabinetts liegt beim Ministerium für Digitalisierung.“

Das Digitalisierungskabinett hat inzwischen die Arbeit aufgenommen und auch bei der Umsetzung der Digitalisierung als ressortübergreifende Querschnittsaufgabe ist das Land mit der Gründung des Joint Innovation Labs ein gutes Stück vorwärts gekommen – verbindet es doch mit der Universität Lübeck, der Stadt Lübeck und der MACH AG ganz unterschiedliche Player zu einem gemeinsamen Projekt. Denn das Joint Innovation Lab (JIL) soll die drei Bereiche zur gemeinsamen Entwicklung innovativer Lösungen und Beschleunigung der Digitalisierung in der Öffentlichen Verwaltung verbinden und so die Entwicklung leistungsfähiger digitaler Innovationen in und für die Öffentliche Verwaltung fördern.

Aber natürlich gehen die Ambitionen, welche die Akteure mit dem JIL verbinden deutlich weiter. Bei der Universität zu Lübeck denkt man an universitäre Ausgründungen, ebenso wie das Land Schleswig-Holstein in der Institutsgründung eine Stärkung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts verspricht. Dazu will das Land an der Lübecker Universität einen eGovernment-Lehrstuhl einrichten. Der Ruf ist bereits erfolgt und die Verantwortlichen rechnen mit Vergabe der Professur bereits für das kommende Quartal. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt die JIL-Gründung zudem mit 200.000 Euro.

Mit der MACH AG ist zudem ein starkes mittelständisches Softwareunternehmen mit im Boot, das für eine erfolgreiche Vermarktung der Produkte sorgen kann.

Ministerpräsident Daniel Günther erklärte anlässlich der Eröffnung zudem: „Als Schnittstelle für Wissenschaft, IT-Wirtschaft und Verwaltung und Forschung fördert das Joint-Innovation-Lab den Wissenstransfer. So kommen wir an innovative und praxisorientierte Lösungen“.

Es gehe darum, den Bereich Forschung und Entwicklung zu stärken, mehr Technologietransfer zu erreichen, das Standort-Profil zu schärfen und Fachkräfte zu sichern. Digitale Verwaltung sei ein wichtiger Standortfaktor: „Für Schleswig-Holstein bietet dieses Labor ausgezeichnete Voraus­setzungen, um die Chancen der Digitalisierung zu ergreifen und zu nutzen“, so der Ministerpräsident.

Darüber hinaus gehe es auch um Aus- und Weiterbildung. „Hier in Lübeck entsteht das nötige Wissen, das wir den Bediensteten für die digitale Verwaltung an die Hand geben müssen“, sagte Günther weiter. Dozenten würden geschult, Studenten könnten bei Praktika oder Projektarbeiten direkte Einblicke bekommen. Neue, digitale Anwendungen in der Verwaltung machten nur Sinn, wenn die Mitarbeiter auch damit umgehen könnten, so der Regierungschef: „Deshalb ist die Bildungs-Funktion des InnovationLabs mindestens genauso wichtig.“

Inhalt des Artikels:

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  • Seite 2: Die Eröffnungsfeier
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