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Interoperabilität

Microsofts Office vereint heterogene Datenwelten

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Ressourcenschonende Automatisierung von Arbeitsabläufen

„Wenn wir uns unter den 16 Länderpolizeien Deutschlands umhören, so wird dem NIVADIS-System, das seit langem seine anfänglichen Kinderkrankheiten überwunden hat, großer Respekt gezollt“, sagt Volker Wehmeier, Senior Lösungsspezialist Öffentliche Auftraggeber bei Microsoft Deutschland. Demgegenüber nutzen viele Landespolizeien jedoch Microsoft Technologie, weil die Mitarbeiter die typischen Oberflächen gewohnt sind und so meist nur geringe Probleme mit Einarbeitung und Bedienung haben. Steria Mummert Consulting, Microsoft und BizT@lk haben nun mit Unterstützung des Landes Niedersachsen in einer gemeinsamen Studie die Integration von NIVADIS in eine Microsoft Betriebssystem- und Arbeitsplatzumgebung evaluiert und eindeutig feststellen können, dass NIVADIS auch in einer solchen Microsoft-Landschaft einsetzbar ist: „Unter der Oberfläche von Microsoft Office arbeiten Java- und Linux-Technologie reibungslos zusammen“, fasst Stephan Koch, zuständig für Kunden der inneren Sicherheit bei Steria Mummert Consulting, die Ergebnisse zusammen.

Viele Arbeitsabläufe konnten zudem automatisiert werden: „Anhand eines Szenarios, in dem ein Polizeibeamter zunächst einen Unfall mit Fahrerflucht aufnimmt und später in der Dienststelle den Täter verfolgt, konnten wir aufzeigen, wie unser MVA die Bedienung des fachlich hervorragenden NIVADIS-Systems noch komfortabler macht“, berichtet Thomas W. Lipp, Senior Business Development Manager für den Bereich Innere Sicherheit bei Microsoft Deutschland. Am Unfallort präsentiert sich dem Beamten unter der Microsoft Word-Oberfläche seines Notebooks ein dynamisches Formular, in das er das Protokoll des Unfallhergangs zügig eingeben kann, da viele Formularfelder passende Eingabevorschläge bereithalten. Ausgefüllt sendet er es abschließend an das Zentralsystem, wo NIVADIS dafür sorgt, dass alle Angaben allen Polizeibeamten des Landes unmittelbar zur Verfügung stehen.

Zurück in seiner Dienststelle kann der Polizeibeamte sein Protokoll mit weiteren Daten ergänzen, beispielsweise mit der anhand des Fahrzeugkennzeichens automatisch gefundenen Adresse des Halters des flüchtigen Fahrzeugs oder einer automatisch generierten Karte des Unfallorts. Da in dem Szenario angenommen wurde, dass der flüchtige Fahrer den Unfallort schnell verließ, identifiziert das System auf Knopfdruck mögliche Fluchtwege und die nächsten Radarmessanlagen – vielleicht ist ja der Unfallflüchtige dort geblitzt worden. Die Positionsdaten dieser Messeinrichtungen lassen sich anschließend ebenfalls per Knopfdruck etwa in eine Textdatei oder Tabelle exportieren und können weiter genutzt werden.

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