Linux-Migration in München

Microsoft veröffentlicht umstrittene LiMux-Studie von HP

Seite: 2/3

Firma zum Thema

Bei den eingesetzten Office-Lösungen sieht es laut Studie nicht viel besser aus. „Als Office-Lösung wurde ursprünglich auf OpenOffice.org gesetzt und auch heute noch verwendet. Im September 2010 ist aus OpenOffice.org das Produkt LibreOffice hervorgegangen, während später aus demselben OpenOffice.org das sogenannte Apache OpenOffice geworden ist. Da sich damit aus einem Produkt zwei neue ähnliche Office-Produkte entwickelt haben, musste sich die Stadt München entscheiden, welches der Produkte sie in Zukunft einsetzen möchte. Sie entschied sich schließlich für einen Wechsel auf LibreOffice.“

Die Autoren der Studie schließen daraus: „Die vielen Plattformwechsel im Rahmen des LiMux-Projektes tragen einen Teil dazu bei, dass das Projekt eine überdurchschnittlich lange Laufzeit hat und eine Etataufstockung benötigte. Für Verzögerungen waren auch zahlreiche Probleme verantwortlich, die sich aus der Migration von Fachprogrammen und Microsoft-Office-Makros ergaben.“

Tatsächlich stehe München innerhalb des LiMux-Projektes bereits vor einem weiteren Wechsel der Plattform, da auch Ubuntu 10.04 nur noch bis zum April 2013 unterstützt wird.

Ebenfalls kritisch merkt die Studie die Situation bei der Einbindung der Fachverfahren an.

In der Regel würden diese Anwendungen für die Microsoft Windows beziehungsweise Office-Systeme entwickelt. Nur eine kleine Anzahl Hersteller mache sich die Arbeit, ihre Anwendungen hier auch an Open-Source-Plattformen anzupassen geschweige denn, dafür zu entwickeln.

Aufgrund der wirtschaftlichen Interessen der Hersteller müssten die dadurch zu erwartenden Kosten in der Kostenkalkulation berücksichtigt werden.

Anzumerken ist, dass die Verfasser ihr Material aus unterschiedlichen Quellen schöpfen – auch aus dem Münchner Stadtrat.

(ID:37754820)