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Kommentar von IDC zum Potenzial von Windows 7 und „Microsoft Partner Network“ Microsoft setzt auf Windows 7 und gibt Startschuss für neues Partnerprogramm in Deutschland

Autor / Redakteur: Lynn-Kristin Thorenz / Katrin Hofmann

Vergangene Woche hat Microsoft in Dresden zur deutschen Partnerkonferenz gebeten. „Gemeinsam gegen den Trend“ war das Motto, um der turbulenten Zeit zu trotzen.

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Lynn-Kristin Thorenz, Consulting Director bei IDC in Frankfurt
Lynn-Kristin Thorenz, Consulting Director bei IDC in Frankfurt
( Archiv: Vogel Business Media )

Neben einer ganzen Reihe neuer Produkte, die Microsoft in den kommenden Monaten auf den Markt bringen wird, stand der bevorstehende Launch von Windows 7 in diesem Oktober klar im Mittelpunkt. Das Potenzial von Windows 7 und die Chancen für Partner sind aus Sicht von IDC tatsächlich groß. Viele Unternehmen haben das letzte Betriebssystem Vista ausgelassen und arbeiten noch auf Windows XP.

Entscheidend für den Erfolg wird jedoch einerseits sein, das neue Betriebssystem schnell im Markt zu etablieren. Andererseits erfolgen Softwareinvestitionen oftmals in Verbindung mit neuer Hardware. Mit einer leichten Erholung des PC-Markts in Deutschland ist allerdings erst ab 2010 zu rechnen; die Aussicht auf Wachstum gibt es ab 2011.

Neben der Euphorie um Windows 7 ist aus Partnersicht aber vor allem interessant, dass der Startschuss für die Einführung des neuen Partnerprogramms „Microsoft Partner Network“ gefallen ist. Microsoft macht, wie schon im Juni dieses Jahres angekündigt, tatsächlich Ernst und verordnet sich und den Partnern eine Neuordnung der Partnereinstufung.

Hinter dem Modell verbergen sich aber weit mehr als nur ein neuer Name, ein Logo und neue Farben. Zukünftig wird es ein dreistufiges System geben, das von bisher 15 auf 30 Kompetenzen erweitert wurde. Hintergrund der Reorganisation ist, dass es für Kunden in den letzten Jahren immer schwieriger geworden ist, den „besten Partner“ für seine Herausforderungen zu finden. Nach Aussage von Microsoft soll das neue System zum einen die Transparenz der Leistungsportfolios der Partner verbessern und zum anderen auch eine direkte Bewertung der Partner ermöglichen. Der Kunde und seine Zufriedenheit rücken also stärker in den Fokus. (Mehr Details dazu finden Sie im Beitrag „Microsoft strukturiert sein Partnerprogramm neu”).

Tipps für Microsoft-Partner

Für Microsoft-Partner ist es daher jetzt wichtig, nicht nur die Neuerungen bei Microsoft sehr aufmerksam zu verfolgen, sondern die nächsten Schritte aktiv und zeitnah anzugehen. Beispielsweise steht ad hoc die Teilnahme an der Kundenzufriedenheitsanalyse für die Partner an, um den aktuellen Partnerstatus zu bestätigen. Neben Kundenzufriedenheit rückt aber auch das Thema Kompetenz und damit Mitarbeiterausbildung in den Mittelpunkt.

Wenn auch manche der Partner durch diese Neuordnung eine gewisse Unsicherheit verspüren, bietet sich die Chance zu einer vollkommen neuen Positionierung; insbesondere was die Partnerkompetenzen betrifft, die durch das neue Modell wesentlich besser herausgearbeitet werden können. Außerdem sollten die Partner die Gelegenheit nutzen, Strategie und Portfolio vor dem Hintergrund veränderter Marktbedingungen und Einflüsse – wie zum Beispiel Cloud Computing – zu überprüfen. Bei allen Veränderungen bleibt eines jedoch wie gehabt: Partner sind und bleiben für Microsoft Kern der Vertriebsstrategie.

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