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iPad, Android, Windows – die „Mobile first- Cloud first“-Strategie von Microsoft Microsoft Office auf alle Plattformen

| Autor / Redakteur: Axel Oppermann / Florian Karlstetter

Microsoft hat sein Office-Portfolio von einer auf individuelle Produktivität ausgelegten server- und desktopzentrierten Produktwelt hin zu einem Service entwickelt, der die Teamarbeit unterstützen soll. Um das Ziel einer verbesserten Unternehmens- und Gruppenproduktivität zu erreichen, müssen die Office-Services auf nahezu allen Geräten verfügbar sein.

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"Mobile first – Cloud first", so die erklärte Strategie von Microsoft. Bezogen auf Office bedeutet dies, dass die klassischen Office-Funktionalitäten auf allen relevanten Geräten verfügbar gemacht werden, unabhängig von Betriebssystem oder Hersteller.
"Mobile first – Cloud first", so die erklärte Strategie von Microsoft. Bezogen auf Office bedeutet dies, dass die klassischen Office-Funktionalitäten auf allen relevanten Geräten verfügbar gemacht werden, unabhängig von Betriebssystem oder Hersteller.
(© Julien Eichinger - Fotolia.com)

Für das gesamte Portfolio verfolgt Microsoft die langfristige Strategie des „Mobile first – Cloud first“. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet diese Strategie das Bereitstellen von Inhalten sowie das Vernetzen von Menschen über mobile Geräte durch Nutzung der Cloud. Darauf hat Microsoft in den letzten Jahren die wesentlichen Geschäftsfelder ausgerichtet. Hierzu zählt neben dem Client-Betriebssystem und Office insbesondere das Rechenzentrum, in das Microsoft in den letzten Jahren Milliarden in Infrastruktur und Produkte investiert hat. Der von Microsoft entwickelte ganzheitliche Ansatz sorgt dafür, dass ein nahtloses Angebot entsteht vom Rechenzentrum in Anwenderunternehmen, über Services von Hostern bis hin zu den Microsoft-Cloud-Services.

App-Strategie und Offenheit

Bezogen auf Office bedeutet dies, dass die klassischen Office-Funktionalitäten auf allen relevanten Geräten verfügbar gemacht werden, unabhängig von Betriebssystem oder Hersteller. Das heißt zum Beispiel, ein Word-Dokument kann auf einem iPad genauso bearbeitet werden wie auf einem Android-Tablet oder einem Windows-Desktop.

Aber darüber hinaus sollen Funktionen und Services eingeführt werden, die den neuen Lebens- und Arbeitsstilen der Menschen gerecht werden. Hierfür werden neue Applikationen entwickelt, die in einem Dual-Use-Szenario sowohl persönliche als auch professionelle Anforderungen gleichzeitig erfüllen. So sollen beispielsweise Logik und Intelligenz dafür sorgen, dass private und arbeitsbezogene Daten parallel genutzt und voneinander getrennt gespeichert und verwaltet werden können.

All diese neuen Applikationen, exemplarisch das persönliche Schwarze Brett „Delve“, werden von Anfang an so konzipiert und entwickelt, dass sie auf allen gängigen Betriebssystemen und Geräten laufen. Microsoft unterstützt hier erstmals richtig und nachhaltig andere Ökosysteme wie iOS oder Android.

Diese Offenheit bedeutet für den Anwender, dass er seine Arbeit über die unterschiedlich genutzten Geräte nachhaltig leisten kann. Für Unternehmen bedeutet dieser Ansatz, dass sie eine neue Freiheit beim Bereitstellen und Ausrollen von Hardware bekommen. Sie können eine bessere rollenspezifische Ausstattung der Mitarbeiter mit Geräten erreichen.

Office auf jedem Gerät

Für Microsoft bedeutet Office auf jedem Gerät die Verfügbarkeit von identischen Funktionalitäten und ein nahtloses Nutzen über unterschiedliche Geräte hinweg. Es soll egal sein, ob ein Mitarbeiter eine Besprechung auf dem Smartphone startet und auf dem iPad fortsetzt. Es soll nicht von Bedeutung sein, ob der eine Kollege ein Android-Tablet nutzt, um an einem Word-Dokument zu arbeiten, und der andere es in seiner Xbox anpasst.

Office auf allen Geräten bedeutet, dass der Anwender die Informationen, Inhalte und Interaktionen an den Orten und der individuellen Situation nutzen und vornehmen kann, die er will. Hierzu zählen auch das Einblenden einer Chat-Nachricht auf dem Fitnessarmband oder eine OneNote-Notiz auf einer Smartwatch.

Office auf jedem Gerät bedeutet allerdings einen langen Weg. Zwar ist Microsoft vielen seiner Kunden in diesem Bereich um Jahre voraus. Allerdings ist „Office auf jedem Device“ zurzeit eher eine Vision als ein vollständiges Portfolio. Der Weg ist jedoch eingeschlagen. Und nach dem iPad folgt demnächst Android.

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