eProcurement und eVergabe in der Praxis

Mehrwert durch Strategie und eBusinessfähigkeit

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Durch die konsequente Digitalisierung der einzelnen Abläufe im Einkauf, stehen Vertretern von Organisation und zentralen Diensten umfassende Berichte zur Verfügung, die die Steuerung und den weiteren Ausbau der eProcurementstrategie unterstützen oder vorantreiben. Besonders spannend finden wir kommunale, regionale Einkaufskooperationen.

Seit über 12 Jahren begleiten wir diese in Baden-Württemberg. Es zeigt sich, dass gerade der Dialog zwischen den Kommunen einer Region den Know-how-Transfer fördert und den Wettbewerb durch regelmäßige Ausschreibungen belebt.

Vor allem sind die Ausschreibungsvolumina im Verbund von drei bis vier Verwaltungen überschaubar und geben damit auch regionalen, kleineren Unternehmen die Chance, sich an Ausschreibungen zu beteiligen.

Übrigens ein interessanter Aspekt, vor dem Hintergrund von landes- und bundesweiten Rahmenverträgen, die zum einen möglicherweise zu kartellrechtlichen Fragen führen, zum anderen einem in jeder Hinsicht vielfältigen Wettbewerb entgegenstehen.

Wie unterstützt eProcurement eine innovative Wirtschaftsförderung oder das Thema eVergabe?

Schmierer: Die Digitalisierung von Prozessen im Einkauf und der Vergabe erfordert sowohl kunden- wie lieferantenseitig ein gewisses Maß an eBusinessfähigkeit. Diese Fähigkeiten sind auf beiden Seiten unterschiedlich stark ausgeprägt.

Unser Anspruch als Dienstleister besteht darin, im Interesse des Kunden jeden gewünschten Lieferanten in die jeweilige eProcurementstrategie zu integrieren. Das heißt, wir kompensieren aktiv technologische Defizite von Lieferanten. Diese Erfahrungen führen lieferantenseitig zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema eBusinessfähigkeit – zunehmend ein entscheidender Faktor bei der Vergabe von Aufträgen.

Fazit: Indem eine Verwaltung auf Grundlage unserer Dienstleistung ihre Lieferanten fordert, fördert sie diese gleichzeitig im Sinne einer höhere Wettbewerbsfähigkeit. Dies wird zwischenzeitlich bei Verwaltungen so auch als eine Form der innovativen Wirtschaftsförderung verstanden.

Schmidt: Im Bereich elektronische Ausschreibung oder elektronische Vergabe verhält es sich ganz ähnlich. Wir erstellen elektronische Leistungsbeschreibungen, die für unsere Kunden die Basis der elektronischen Ausschreibung sind. Gerade im Fallbeispiel der Landeshauptstadt Mainz wird deutlich, dass bereits Anfang 2000, im Bereich VOB positive Erfahrungen der Verwaltung im Umgang mit der elektronischen Vergabe vorlagen.

Schmidt: Jedoch fehlte auf Grund dezentraler Ressourcenverwaltung und der damit verbundenen papiergestützten Beschaffung, die Voraussetzung für die elektronische Ausschreibungen im Bereich VOL. Erst mit Einführung einer umfassenden ePro­curementstrategie wurde es möglich, Produktbereiche wie Arbeitsschutz, Elektroartikel, Kindergartenbedarf oder Kernsortimente von Grünamt, Werkhof,oder Gebäudemanagement elektronisch auszuschreiben.

Jetzt Newsletter abonnieren

Wöchentlich die wichtigsten Infos zur Digitalisierung der Verwaltung und Öffentlichen Sicherheit.

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:35319830)