Gastgeberland Saarland präsentiert Verkehrsunfall-App auf dem IT-Gipfel

Mehr Zeit für den Streifendienst

| Autor: Manfred Klein

Saarbrücken (v.l.n.r.): Sandra Bauer (Polizei Saarlouis), Georges Welz (Microsoft), Staatssekretär Klaus Vitt (CIO des Bundes), Polizeipräsident Norbert Rupp, Staatssekretär Jürgen Lennartz (CIO des Saarlandes) und Dominik Paul (Polizei Saarlouis)
Saarbrücken (v.l.n.r.): Sandra Bauer (Polizei Saarlouis), Georges Welz (Microsoft), Staatssekretär Klaus Vitt (CIO des Bundes), Polizeipräsident Norbert Rupp, Staatssekretär Jürgen Lennartz (CIO des Saarlandes) und Dominik Paul (Polizei Saarlouis) (Bild: © Innenministerium des Saarlands)

Der CIO des Bundes, Staatssekretär Klaus Vitt und der CIO des Saarlandes, Staatssekretär Jürgen Lennartz, haben auf dem Nationalen IT-Gipfel in Saarbrücken das Projekt „Verkehrsunfall-App (VU App)“ vorgestellt.

Seit September 2016 testet die Polizeiinspektion Saarlouis in einem Pilotprojekt die mobile Verkehrsunfallaufnahme mithilfe von Smartphone und Tablet. Statt der bisherigen handschriftlichen Erfassung eines Unfalls vor Ort werden die Daten elektronisch aufgenommen und später mit dem Polizeisystem synchronisiert.

Die Polizei des Saarlandes nimmt pro Jahr circa 33.000 Verkehrsunfälle auf – 28.000 davon sind „einfache“ Unfälle ohne Personenschaden, ohne Alkoholeinfluss und ohne schwerwiegenden Sachschaden. Die Bearbeitung dieser Verkehrsunfälle durch die Polizei am Unfallort selbst sowie später auf der Dienststelle nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.

Durch die Übermittlung per App werden Polizistinnen und Polizisten von der Papierarbeit entlastet, können eine höhere Präsenz auf den Straßen zeigen.

Am Projekt beteiligt sind das Ministerium für Inneres und Sport, das Landespolizeipräsidium Saarland mit seinem Infrastruktur-Dienstleister, dem Landesbetrieb Daten und Information, die Polizeiinspektion Saarlouis, die Microsoft Deutschland GmbH, die icomedias GmbH, die Accenture Deutschland GmbH, die Avanade Deutschland GmbH sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI GmbH).

Durch den Einsatz der App werden neben der Reduktion von Datenerfassungsfehlern insbesondere erhebliche Potenziale für Zeitersparnisse im Backoffice der Polizei erwartet. Durch diesen Digitalisierungsschritt kann eine ganzheitliche Prozessverbesserung ermöglicht werden.

Bei der Präsentation in Saarbrücken lobten die CIOs Jürgen Lennartz und Klaus Vitt die schnelle Umsetzung des Projekts. Schon jetzt gäbe es aus Reihen der Polizei weitere Vorschläge, wie mit der neuen Plattform auch in anderen Bereichen gearbeitet werden könne. Dies sei der beste Beleg für den Erfolg der App.

Ein Interview in dem Jürgen Lennartz auf die App eingeht, können Sie hier lesen.

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