Sächsische Open-Data-Portal ist online Mehr Wertschöpfung durch offene Verwaltungsdaten

Autor Manfred Klein

Der Freistaat Sachsen öffnet riesigen Daten-Schatz. Mit der Freischaltung des landeseigenen Open-Data-Portals stehen Wirtschaft, NGOs und den Bürgern völlig neue Möglichkeiten der Beteiligung zur Verfügung.

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Goldgräberstimmung in Sachsen: Das Open-Data-Portal soll Wirtschaft und Bürgerbeteiligung stärken und den Freistaat fit machen für die Herausforderungen der Digitalisierung
Goldgräberstimmung in Sachsen: Das Open-Data-Portal soll Wirtschaft und Bürgerbeteiligung stärken und den Freistaat fit machen für die Herausforderungen der Digitalisierung
(© Freistaat Sachsen)

Der Freistaat Sachsen hat sein eigenes Open-Data-Portal freigeschaltet. In dem Portal können Nutzer nach offenen Verwaltungsdaten, sogenannte Open Government Data, im Freistaat suchen und diese Daten kostenfrei für eigene, auch geschäftliche Zecke nutzen. Die Daten wurden in der täglichen Arbeit der jeweiligen Behörde erhoben und ohne jede Einschränkung frei zugänglich gemacht.

Derzeit können im Portal über 3.300 Datensätze aus 38 staatlichen und kommunalen Datenquellen gefunden und genutzt werden. Zu den bereitgestellten Datensätzen gehören beispielsweise die Hochwasserrisikogebiete in Sachsen, das amtliche Liegenschaftskataster-informationssystem oder auch eine Programmierschnittstelle (API) mit der Fahrplanauskunft des VVO.

Der Staatssekretär für Digitale Verwaltung und Verwaltungsmodernisierung, Thomas Popp sagt dazu: „Die Öffentliche Verwaltung im Freistaat besitzt einen riesigen Schatz: Daten. Sie sind der Treibstoff der digitalen Welt und Grundlage für innovative Apps, smarte Städte, künstliche Intelligenz und vieles mehr. Mit unserem Open Data Portal geben wir Wirtschaft und Wissenschaft das geeignete Werkzeug an die Hand, um die vielen Potenziale der sächsischen Daten auszuschöpfen, Innovation voranzutreiben und Wertschöpfung zu generieren.“

Mithilfe der öffentlichen Daten können zum Beispiel neue Produkte wie die Erstellung von Apps/Software beziehungsweise Algorithmen im Bereich Künstliche Intelligenz und deren Anwendungen entwickelt werden. Dabei kann Open Data eine direkte Wertschöpfung ermöglichen.

Die unterschiedlichen Daten lassen sich durch das Open-Data-Portal des Freistaates Sachsen wie in einer Suchmaschine filtern. Es kann direkt oder in 12 Kategorien gesucht werden. Die Ergebnisliste liefert detaillierte Informationen zu den gesuchten Datensätzen und Links zum Download bzw. zu Programmierschnittstellen.

Der Staatssekretär für Digitale Verwaltung und Verwaltungsmodernisierung, Thomas Popp, zum Open-Data-Portal: „Mit unserem Portal geben wir Wirt­schaft und Wissenschaft das geeignete Werkzeug an die Hand, um die vielen Potenziale der sächsischen Daten auszuschöpfen, Innovation voranzutreiben und Wertschöpfung zu generieren.“
Der Staatssekretär für Digitale Verwaltung und Verwaltungsmodernisierung, Thomas Popp, zum Open-Data-Portal: „Mit unserem Portal geben wir Wirt­schaft und Wissenschaft das geeignete Werkzeug an die Hand, um die vielen Potenziale der sächsischen Daten auszuschöpfen, Innovation voranzutreiben und Wertschöpfung zu generieren.“
(© Matthias Rietschel)

Die Datensätze werden von den jeweiligen Behörden bereitgehalten und mithilfe sogenannter Metadaten (z.B. Herausgeber, Kategorie, Datenformat etc.) einheitlich beschrieben. Diese Metadaten sind die Grundlage für die Suche im Open Data Portal. Um hier einheitliche Beschreibungen sicherzustellen, hat der Freistaat Sachsen im IT-Planungsrat maßgeblich an der Entwicklung der deutschen Ausprägung des europäischen Metadaten-Standards DCAT-AP.de mitgewirkt.

Mit dem derzeit verfügbaren Datenumfang steht der Freistaat im bundesweiten Vergleich auf Platz 5. Die Staatsregierung hat das Ziel, die Anzahl der Daten in den nächsten Jahren deutlich zu erhöhen und den Open-Data-Gedanken in der Verwaltung weiter zu stärken. Eine Weiternutzung durch Dritte ist möglich und ausdrücklich gewünscht. Das Open-Data-Portal ist dabei für Behörden und Nutzer gleichermaßen die wichtigste Anlaufstelle.

Auch unter dem Einer-für-Alle-Gedanken, kurz EfA, macht das sächsische Open-Data-Portal eine gute Figur. Denn auch die Kollegen in Nordrhein-Westfalen greifen auf die gleiche Technologie zurück.

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