Open Government

Mehr Transparenz! Jetzt!

| Autor / Redakteur: Sebastian Vandeel / Manfred Klein

(Foto: koya79 - Fotolia.com)

Jedes Jahr im Sommer öffnet die Bundesregierung in Berlin ihre Ministerie­n zum Tag der Offenen Tür. Tausende Bürgerinnen und Bürger nutzen die Gelegenheit für einen Blick hinter die Kulissen – und belegen mit ihre­r Beteiligung, den Wunsch nach Offenheit und Transparenz. Das gilt auch für Verfahren zur Online-Legitimation.

Laut Umfrage der Open Government Partnership (Februar 2012) wünschen sich 96 Prozent der Bürger von ihrer Regierung mehr Offenheit und Transparenz. Unterstützt werden sie durch die Forderung des Bundesbeauftragten für Datenschutz, Peter Schaar, nach einem elektronischen Auskunftsrecht für den Bürger: Wir alle wollen schließlich wissen, welche Behörde, welche Daten über uns vorhält.

Wie können diese Forderungen in Deutschland umgesetzt werden? Laut Alexander Schmid, Partner bei BearingPoint, „müssen wir die Internettüren der Bundes- und Landesverwaltungen mit geeigneten Open-Government-Maßnahmen öffnen. Online-Konsultationen oder Open-Data-Plattformen entfalten neue demokratische Möglichkeiten und mehr Transparenz. Bürger werden besser eingebunden und über Entscheidungen informiert.“ Dies birgt allerdings auch Risiken: „Wo Türen offen stehen, sind womöglich nicht alle Gäste willkommen.“

Folglich steht bei Open Government das Thema Sicherheit an erster Stelle und wird durch die Online-Authentifikation berücksichtigt: Zur Gewährleistung der Sicherheit auch im virtuellen Deutschland werden Bürger bei der Nutzung von Open Gov­ernment an den Internettüren der Regierung um ihre zuverlässige Legitimierung gebeten.

Die Online-­Ausweisfunktion des neuen Personalausweises und De-Mail sind die Schlüssel für die neuen Transparenz- und Gestaltungsprivilegien der Informationsgesellschaft. Der elektronische Identitätsnachweis fördert nicht den befürchteten Überwachungsstaat, sondern ermöglicht die virtuelle Teilhabe erst mit der verlässlichen Authentifizierung.

Die Online-Legitimation in der elektronischen Teilhabe schafft damit nicht nur eine Killerapplika­tion für den neuen Personalausweis, sondern öffnet auch die Tür zu mehr Open Government. Dieses Potenzial sollte auch bei der Gestaltung rechtlicher und organisatorischer Rahmenbedingungen von Open Government berücksichtigt werden.

BearingPoint betrachtet mit seiner Initia­tive „360° Government“ gleichzeitig das traditionelle eGov­ernment und das neue Open Government. Die vier Themenbereiche: Transparenz & Beteiligung, Social Media & Mobile Service, eGovernment-Komponenten & -Plattformen sowie Innovations- & Wissensmanagement verbinden die tragfähigen Ansätze zur Nutzung der Potenziale in den Behörden.

Engagiert und informativ wurde Open Government auch auf dem diesjährigen Ministerial­kongress im 360°-Panel diskutiert. Praktiker aus der Verwaltung und Experten von BearingPoint erörterten gemeinsam verschiedene Ansätze und wesentliche Erfolgsfaktoren, um Open Government durch traditionelle eGovernment-Komponenten zu unterstützen.

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