Open Data 2.0 in der Praxis

Mehr Nutzen für Bürger und Wirtschaft – nicht nur beim eGovernment

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Man sieht an diesen Beispielen, dass die Kommunen wissen, was die Bürger brauchen. Man sieht aber auch, dass all dies nur ein winziger Bruchteil dessen ist, was Staat und Kommunen über diese Objekte wissen und auch bei gutem Datenschutz an die Bürger weitergeben könnten.

Verdichtete Informationen auf dem Stadtplan

Am Beispiel Rumeln-Kaldenhausen (ein Stadtteil von Duisburg) sei aufgezeigt, wie man auf Karten viel mehr Informationen verdichten kann. Die erste Abbildung in der Bildergalerie) zeigt eine Karte mit Markern für Kitas, Schulen und Pflegeheimen.

Bildergalerie

Zu den Markern gehören Popup-Menüs mit Links auf weitere Daten:

  • Hat die Einrichtung einen eigenen Webserver?
  • Hat der Träger (Kommune, Staat, Kirche, Freie Wohlfahrtspflege, usw.) Informationen im Web?
  • Gibt es bei öffentlichen Einrichtungen Angaben zu Personal- und Sachausausstattung?
  • Gibt es einen Förderverein (Schulen, Kitas)?
  • Wie ist das Verhältnis Lehrer/Schüler, Erzieherinnen/Kinder, Vergütungsgruppen/Qualifikation aus dem Haushalt?
  • Wie viele Lehrer sind Beamte, wie viele Angestellte mit Streikrecht?
  • Gibt es Ratings über Personal (Spickmich)?
  • Was kostet ein Platz (Kita, Pflegeheim)?
  • Gibt es einen Qualitätsbericht (Kita, Schule, Pflegeheim)?
  • Gibt es Ratings über Schüler (PISA, IGLU, TIMMS, Abschlussquoten, Durchschnittszensuren)?
  • Wo findet man Ehemalige (Stayfriends)?
  • Wenn die Informationen zusagen, bleibt dann als letzte Frage: Kann ich mein Kind direkt anmelden, beispielsweise über überregional tätige Portale wie Little Bird?

Mit dieser Methode kann man stark verdichtet Informationen bereitstellen und den Nutzer in der Nähe der Wohnung suchen lassen, in der er sich niederlassen will. Aber derzeit haben wir die Daten, die wir gerne veröffentlichen würden, noch nicht standardisiert.

Dabei sind nicht die technischen Fragen der Formate (JSON, XML, KML, XLS usw.) das Spannende, sondern die Taxonomien (Klassifizierungsschemata) oder die Ontologien: Welche Datenarten will ich denn erfassen und wie verknüpfe ich sie?

Man kann aber diese Daten auch exportieren (z.B. im KML-Format). Mit Google Streetview kann man sich dann ansehen, ob es an dem ausgesuchten Kindergarten Parkplätze gibt und wie sich die Verkehrssituation darstellt (Fußgänger-Ampel für die Kinder, usw.).

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