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Open Data 2.0 in der Praxis Mehr Nutzen für Bürger und Wirtschaft – nicht nur beim eGovernment

| Autor / Redakteur: Wolfgang Ksoll / Gerald Viola

„Erfreulicherweise hat sich in Deutschland nun auch e­ine Open-Data-Bewegung entwickelt. Zum einen wird sie getrieben aus der Zivilgesellschaft, zum anderen bekennt sich jetzt auch die Öffentliche Verwaltung dazu“, sagt Wolfgang Ksoll. Er erläutert die praktische Bedeutung von Open Data – auch in der aktuellen Print-Ausgabe.

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Karte mit Markern, die Links auf Daten enthalten
Karte mit Markern, die Links auf Daten enthalten
(Quelle: Karte erstellt mit WordPress, MapsMarker.com und OpenStreetMap © 2013 OpenStreetMap contributors Lizenz CCBY-SA)

So haben Länder und Kommunen wie Berlin, Hamburg, Köln, Moers, Rostock und Bremen nun Portale, auf denen Open Data maschinenlesbar herunter geladen werden können, sodass Dritte – gemeinnützig oder gewerblich – damit Anwendungen bauen können.

Der Bund ist leider immer noch nicht der internationalen Zusammenarbeit in der Open Government Partnership beigetreten und hatte bei Eröffnung seines Portals technische Schwierigkeiten, da sein Provider aus der Forschung nicht liefern konnte. Aber auch hier geht es nun vo­ran.

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Wegen der rechtlichen Unklarheiten bei § 5 des Urheberrechtsgesetzes, nach dem Bekanntmachungen als amtliche Werke urheberrechtsfrei (und damit auch nicht lizensierbar) sind, hat man sich vorläufig auf deutsche Lizenzbedingungen verständigt.

Wir haben uns also (endlich) auf den Weg begeben, Rohdaten der Öffentlichen Hand, deren Erhebung mit Steuern finanziert wurde, als Open Data bereitzustellen, sodass wir darauf aufsetzend Anwendungen bauen können, die Bürger und Wirtschaft Nutzen schenken.

Doch wie findet man Anwendungen, die gebraucht werden und hohen Nutzen für Bürger und Wirtschaft versprechen? Hier kann die Szenario­technik helfen. Nehmen wir beispielsweise eine Familie mit zwei Kindern, 5 und 12, und einem Opa, die in eine andere Stadt umziehen will (Details zu dem Szenario findet man in dem Blogartikel „Open Data – die nächste Runde“.

Das Beispiel hat es in sich, hier werden mehr als 50 Prozent des Bundeshaushaltes bewegt: Über 4,8 Millionen Haushalte mit einer Kaufkraft von rund 155 Milliarden Euro ziehen jedes Jahr in Deutschland um. Davon sind 750.000 Familien, die in einen anderen Ort umziehen.

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