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Interview

Mehr Leistung für Bürger

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Erläutern Sie uns bitte anhand der übrigen Schwerpunkte, wie Sie durch Ihre Beratung die Verwaltung unterstützen und wie sich der ROI darstellt.

Gorchs: Nicht nur in den Bundesländern und Kommunen ist das kaufmännische Rechnungswesen ein Schwerpunkt. Auch an den Universitäten, Hoch- und Fachhochschulen sind die finanztechnischen Abläufe umzustellen. Neben diesen sind hierbei auch die für einen Campus typischen Geschäftsprozesse mit einzubeziehen. Heute sind Informationen über Studium und Finanzen in verschiedenen Systemen der Hochschule verteilt. Eine umfassende Betrachtung der Ressourcenausnutzung und der Kosteneffizienz ist nahezu unmöglich, die Entscheidungen werden oft auf Basis von subjektiven Einschätzungen getroffen. Im Rahmen einer kürzlich mit der Firma Datenlotsen Informationssysteme GmbH vereinbarten Kooperation, realisiert die IBM erstmals eine integrierte Plattform für eine effiziente Hochschulverwaltung. Das Besondere an der neuen, gemeinsam entwickelten Plattform, ist die Übertragung der Informationen aus dem Campus Management System in die betriebswirtschaftliche Software der SAP.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Gesundheitswesen. Die IBM hat hier mit ihren Partnern in den vergangenen Jahren einen herausragenden Platz eingenommen. Wir haben sehr frühzeitig begonnen, die Telematikinfrastruktur für das deutsche Gesundheitswesen mit zu definieren und zu entwickeln. Heute kümmern wir uns neben der Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur darum, wie man darauf aufbauend Mehrwertdienste zum Wohle der Patienten und zur Steigerung der Effizienz des deutschen Gesundheitswesens einsetzt.

Hierfür haben wir die entsprechenden Beratungsprodukte definiert. Diese gehen über die Bereitstellung von Telematikdiensten über die Beratung zu Themen wie Patienten- oder Fallakte bis hin zu Lösungen und Beratungsleistungen zur Sicherheit im Gesundheitswesen. Neben diesen aufgeführten Feldern bietet die IBM-Unternehmensberatung Global Business Services auch Lösungen und Beratung für die Sicherheitsbehörden sowie für die Bundeswehr an.

In welchen Feldern ergibt sich für die Öffentlichen Verwaltungen das beste Kosten-/Leistungsverhältnis?

Gorchs: Immer dort, wo es in Projekten des öffentlichen Bereiches um die Verbindung von Verbesserungen in den Verwaltungsabläufen, verbunden mit dem Einsatz von modernen IT-Technologien geht, ist bei überschaubaren Kosten eine zügige Verbesserung der Leistungsfähigkeit sichtbar. Hier sind nach relativ kurzer Zeit innerhalb von 12 bis 14 Monaten schon bedeutsame Effekte zu erzielen. Dabei müssen nicht sofort alle Abläufe einer Verwaltung betrachtet werden, sondern es können die Geschäftsprozesse aufgabenbezogen nacheinander verändert werden. Die Verwaltungsabläufe mit dem höchsten Effizienzpotenzial, sind dabei an die Spitze zu stellen.

Entscheidend ist dabei der Mut einer Verwaltung, solche Dinge auch anzugehen und nicht in dem Gewohnten zu verharren. Die Europäische Dienstleistungsrichtlinie kann hier der notwendige Katalysator sein. Die IBM-CEO-Studie hat uns auch in Deutschland gezeigt, dass immer mehr Verwaltungen bereit sind, diesen Weg zu gehen.

(ID:2017020)