Fünf Minuten, die Leben retten können

Mehr Gesundheitsvorsorge dank der Cloud

| Redakteur: Manfred Klein

Reduzierter Verwaltungsaufwand und mehr Zeit für Lebensretter

Das System verwaltet insbesondere die vielen verschiedenen Kontakte, darunter die zu den professionellen Ersthelfern. Aber auch die Ausbildungsplanungen mit den Materialien und den Ergebnissen fließen automatisiert in Datenbanken, was für die ehrenamtlichen Helfer eine enorme Erleichterung bedeutet.

„Würden wir von einer flächendeckenden Ausdehnung des Projektes über ganz Deutschland ausgehen, sprechen wir unseren Schätzungen nach von 80.000 Mobilen Rettern“, sagt Prasse. „Müssten wir hier alle Daten manuell eingeben, würden wir nicht mehr zum Retten kommen.“

Prasse weiß auch, dass die jetzt implementierten Strukturen das Fundament für die Skalierbarkeit des Projektes sind: „Ich glaube, es gibt gar kein anderes Produkt außer der Microsoft-Suite, das all diese Funktionen bietet, die wir uns vorstellen“, sagt er. „Bei allen anderen Lösungen, mit denen wir uns beschäftigt haben, muss man früher oder später Kompromisse machen und Drittsysteme hinzuziehen. Kompromisse können wir uns an dieser Stelle aber gar nicht leisten.“

Daher arbeitet das Mobile Retter-Team mit dem IT-Dienstleister adesso AG zusammen, der das System auf die speziellen Bedürfnisse des Vereins zuschneidet und die Implementierung maßgeblich unterstützt.

Am Ende geht es ganz einfach darum, mehr Menschenleben zu retten und die hohe Zahl von 70.000 Toten pro Jahr trotz Reanimation deutlich zu verringern. „Die Leute sterben nicht am Herzinfarkt, sondern daran, dass der Rettungswagen nicht immer schnell genug vor Ort sein kann“, sagt Stefan Prasse.

Menschliche Gehirnzellen sterben bereits nach drei bis fünf Minuten irreparabel ab. Da können die fünf Minuten Unterschied zwischen der Ankunft der Mobilen Retter und des Rettungswagens buchstäblich über Leben und Tod entscheiden.

Mobile Retter ergänzen die Erstversorgung – Weitere Regionen sind in Vorbereitung

Mit dem System schließen die Mobilen Retter eine Lücke im Versorgungssystem in einem Bereich, in dem wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden. Als Konkurrenz zum ausgezeichneten Rettungsdienst wollen die Retter ihre Lösung daher nicht verstanden wissen. Neben dem Kreis Gütersloh läuft das Projekt bereits in den Regionen Germersheim sowie Ingolstadt; in Kürze auch in Unna und im Emsland. Weitere Landkreise und Städte haben die konkrete Planung aufgenommen oder sich bereits für eine Implementierung entschieden. Mit der starken IT im Rücken sind die Mobilen Retter bestens aufgestellt, um Leben zu retten.

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