Der neue Personalausweis

Mehr Effizienz für Bürger, Wirtschaft und Behörde

21.05.2010 | Autor / Redakteur: Sven Mulder / Manfred Klein

Komfortabel und sicher – der neue Personalausweis (Quelle: BMI)
Komfortabel und sicher – der neue Personalausweis (Quelle: BMI)

Diensteanbieter – was nun?

Trifft eine Behörde oder ein Unternehmen die strategische Entscheidung, künftig Dienste für den neuen Personalausweis anzubieten, muss zunächst die technische Grundlage für die Einbindung geschaffen werden. Die zentrale Rolle kommt dabei dem sogenannten eID-Server zu. Er ist sozusagen die vertrauenswürdige Instanz im Internet und übermittelt dem jeweiligen Diensteanbieter – beispielsweise einem Shop – die erforderlichen Daten aus dem Personalausweis.

Fujitsu hat auf der CeBIT 2010 den weltweit ersten Server dieser Art präsentiert. Dieser nutzt unter anderem die Basistechnologien von OpenLimit und der Bundesdruckerei. Anbieter können den eID-Server entweder direkt bei sich im Rechenzentrum installieren oder ähnlich wie eine Software-as-a-Service-Lösung als sogenannten eID-Service beziehen. Nach der technischen Implementierung müssen die innerbetrieblichen Prozesse auf die neue Form der Interaktion mit den Geschäftspartnern abgestimmt werden.

Auskunft nur bei Berechtigung

Unternehmen, die Funktionen für den neuen Personalausweis in ihre Online-Shops einbinden wollen, unterstützt Fujitsu unter anderem mit den im Anwendungstest gewonnenen Erfahrungswerten sowie mit einem umfangreichen Portfolio an Beratungs- und Integrationsleistungen und zertifizierten technischen eID-Komponenten.

Die Einsatzmöglichkeiten des neuen, elektronischen Personalausweises sind nicht zuletzt deswegen so vielfältig, weil er bei eBusiness- und eGovernment-Diensten die gegenseitige elektronische Authentifizierung von Diensteanbieter und Bürger ermöglicht.

Dabei stellt er sogenannte Bürgerclient sicher, dass die Bürger die Funktionen des neuen Personalausweises in vollem Umfang nutzen können. Darüber hinaus ermöglicht es diese kostenfreie Anwendersoftware, die Identität eines Nutzers zweifelsfrei nachzuweisen. Dabei legt der Anwender selbst fest, welche Daten er übermitteln möchte. Neben dem Schutz der elektronischen Identität sorgt die Software auch dafür, dass personenbezogene Daten auf sichere Weise übertragen und verarbeitet werden. Der Diensteanbieter muss sich ebenfalls gegenüber dem Nutzer mittels eines Berechtigungszertifikats ausweisen. So steigt das Vertrauen in die Authentizität des Diensteanbieters und damit in den Datenschutz, denn ohne eine solche Berechtigung erfolgt keine Übermittlung der Daten.

Der neue Personalausweis enthält neben den Identitätsdaten wie Name, Geburtsdatum oder Wohnort auch zwei weitere wichtige Funktionen, die Altersverifikation und die Pseudonymfunktion. Die Altersverifikation dient dazu, das Alter einer Person zuverlässig prüfen zu können, ohne Personendaten zu übermitteln. Der neue Personalausweis gibt dabei ausschließlich Auskunft darüber, ob ein bestimmtes Alter erreicht ist oder nicht. Diese Funktion kann zum Beispiel auch an Automaten zum Einsatz kommen.

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