eGovernment neu ausrichten

Mehr Demokratie wagen

03.05.2010 | Redakteur: Manfred Klein

Soziale Netzwerke werden die Gesellschaft stärker verändern, als es das zunächst nur als Kommunikationsnetz geplante Internet je vermuten ließ. Davon sind die Autoren des von Hendrik Heuermann und Ulrike Reinhard herausgegebenen Sammelbands „Reboot_D: Digitale Demokratie – alles auf Anfang“ überzeugt. Die Verfasser fordern einen kompletten Neustart unserer demokratischen Strukturen. eGovernment Computing veröffentlicht hier den Beitrag des Mitglieds unseres Redaktionsbeirates, Willi Kaczorowski.

Der Bundestagswahlkampf 2009 war geprägt durch einen intensiven Einsatz von Web-2.0-Anwendungen und der Nutzung sozialer Netzwerke durch alle Parteien und ihre Spitzenpolitiker.

Nach dem Wahlkampf wurden siegreiche Politiker Minister oder Staatssekretäre. Auch wenn sie zuvor im Wahlkampf noch auf das Internet als wichtigen Informations-, Kommunikations- oder Interaktionskanal setzten, scheinen sie im Regierungsamt diese Erfahrungen vergessen zu haben. Wie anders ließe es sich erklären, dass die deutsche Ministerialverwaltung international noch zu den Zurückhaltenden gehört, wenn es um die Nutzbarmachung des Netzes im aktuellen Regierungs- und Verwaltungshandeln geht.

Doch es lohnt sich auch für amtierende Minister und Staatssekretäre, sich mit den Veränderungen auseinander zusetzen, die die Entstehung und Nutzung des Internet bewirkt und die erhebliche Veränderungen hervorgerufen hat. Sie sollen zunächst skizziert werden. Diese Veränderungen beziehen sich vor allem auf gesellschaftliche, technologische und ökonomische Aspekte.

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