Konjunkturpaket II in Rheinland-Pfalz

Mehr als Farbe und Beton – Zukunftsinvestitionen

07.05.2009 | Redakteur: Manfred Klein

Koordinierungsstelle. Zentralstelle für IT und Multimedia im Ministerium des Innern und für Sport in Mainz
Koordinierungsstelle. Zentralstelle für IT und Multimedia im Ministerium des Innern und für Sport in Mainz

Medienkompetenz

2007 hat die Landesregierung Rheinland-Pfalz das 10-Punkte-Landesprogramm „Medienkompetenz macht Schule“ gestartet. Das mit 10 Millionen Euro ausgestattete Programm (gespeist aus Einspargewinnen der Zentralstelle für IT und Multimedia) finanziert zum einen eine Vielzahl von Maßnahmen zur Medienkompetenzschulung von Eltern, Lehrern und Schülern sowie Maßnahmen für mehr Jugendmedienschutz. Alle Aktivitäten sind eingebettet in ein umfangreiches Konzept zur Einführung multimedialer Lerninhalten und -methoden. Zudem wurden bislang 50 Schulen der Sekundarstufe I mit einer entsprechenden technischen Infrastruktur ausgestattet.

Zum Paket gehören Laptopwagen, Smartboards, Schulungen sowie professionelle Service-Dienstleister für die Schulen. Das Programm wird in enger Zusammenarbeit der Multimediainitiative der Landesregierung, rlpinform im Innenministerium als Teil der Zentralstelle mit dem Bildungsministerium, der Verbraucherzentrale und der Polizei umgesetzt.

Bislang nehmen rund 20.000 Lehrkräfte an Fortbildungen zum Thema Neue Medien teil. 600 von ihnen wurden inzwischen zu Jugendmedienschutzberatern fortgebildet und fungieren in ihrer Schule als Ansprechpartner. An acht Modellschulen wurden außerdem rund 200 Schüler zu Medienscouts beziehungsweise zu Jugendmedienschutzmoderatoren ausgebildet. Das Angebot wurde von den Schulen sehr positiv angenommen. Es wird daher 2009 mit dem Ziel fortgesetzt, das Konzept in die Fläche zu tragen und dabei besonders Schulen mit bildungsbenachteiligten Schülerinnen und Schülern in den Blick zu nehmen.

Aufgrund dieser sehr positiven Ergebnisse – dokumentiert durch die wissenschaftliche Begleitung – werden 2009 und 2010 voraussichtlich noch einmal bis zu 300 Schulen der Sekundarstufe I aus- und aufgerüstet. Dies wird durch den zusätzlichen Einsatz von insgesamt 10 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II ermöglicht. Damit ist die flächendeckende Ausdehnung gewährleistet.

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