Sichere Cloud-Dienste

Medizinische Datenverarbeitung – wie sicher ist die Cloud?

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Für den Schutz von sensiblen medizinischen Daten entwickelte ein Projektteam in enger Zusammenarbeit mit Datenschützern der Kliniken und Länder ein Datenschutz- und Sicherheitskonzept, das den besonderen Anforderungen im Gesundheitswesen gerecht wird
Für den Schutz von sensiblen medizinischen Daten entwickelte ein Projektteam in enger Zusammenarbeit mit Datenschützern der Kliniken und Länder ein Datenschutz- und Sicherheitskonzept, das den besonderen Anforderungen im Gesundheitswesen gerecht wird (Bild: Averbis)

Forscher, Entwickler und Datenschützer entwickeln gemeinsam datenschutzkonforme und sichere Cloud-Dienste für die Auswertung medizinischer Daten. Vielfältige Anwendungen im Bereich der Diagnoseunterstützung, des Qualitätsmanagements und der Gesundheitsökonomie stehen bereits zur Verfügung.

„cloud4health“, ein Cloud-Computing-Projekt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Technologie-Programms „Trusted Cloud“ unterstützt wird, fand nun den erfolgreichen Abschluss.

Die Motivation und das Projekt

cloud4health macht erstmals Smart-Data-Auswertungen auf medizinischen Daten möglich und stellt laut Auissage des Herstellers dafür eine sichere Cloud-Architektur bereit. In cloud4health wurden Textanalyse-Technologien und Cloud-Computing-Ansätze in konkreten medizinischen und ökonomisch relevanten Anwendungsszenarien entwickelt und evaluiert.

Von jetzt an können große, virtuelle Patientenpopulationen erschlossen werden, die zur datenschutzgerechten Auswertung vielfältiger Fragen aus Forschung, Entwicklung und Gesundheitsökonomie dienen und somit zu einer verbesserten Patientenversorgung beitragen.

Für den Schutz der sensiblen medizinischen Daten entwickelte das Projektteam in enger Zusammenarbeit mit Datenschützern der Kliniken und Länder ein Datenschutz- und Sicherheitskonzept, das den besonderen Anforderungen im Gesundheitswesen gerecht wird. Das Konzept wurde durch ein Rechtsgutachten ergänzt und soll das Vertrauen des Gesundheitssektors in Cloud-Anwendungen stärken - gerade bei der Verwertung besonders schutzwürdiger Daten.

Der Projektabschluss

In einem öffentlichen Workshop im Hörsaal des Medical-Valley Centers in der Henkestrasse 91, 91052 Erlangen am 20. November 2014 werden die verschiedenen Projektergebnisse sowohl im Hinblick auf die etablierte datenschutzkonforme technische Infrastruktur als auch im Projekt etablierte Verfahren und deren Evaluation vorgestellt. Projektbeteiligte, Kliniker, Softwarehersteller und Interessenten sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen. Eine ausführliche Agenda sowie das Einladungschreiben finden Sie hier.

Ein hochkarätiges Konsortium

Das Projektkonsortium besteht aus der Averbis GmbH, dem Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wisschenschaftliches Rechnen SCAI, dem Lehrstuhl für Medizinische Informatik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Rhön-Klinikum AG sowie der TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. Das Projekt startete zum 01.12.2011 und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Förderprogramm Trusted Cloud unter dem Kennzeichen „01MD11010“ aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Ergänzendes zum Thema
 
„cloud4health“

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