Kooperation bei Nationaler Prozessbibliothek

Mecklenburg-Vorpommern erhofft sich Umsetzung eigener Vorstellungen

| Redakteur: Manfred Klein

Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich an der Entwicklung der Nationalen Prozessbibliothek
Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich an der Entwicklung der Nationalen Prozessbibliothek (Foto: © pro-motion-pic - Fotolia.com)

Prozessmanagement wird für die Verwaltung eine immer größere Herausforderung. Der Bürger erwartet, dass die Verwaltung ihre Dienstleistungen auch auf dem elektronischen Weg anbietet. Mecklenburg-Vorpommern und das Bundesinnenministerium (BMI) wollen daher beim Aufbau einer Nationalen Prozessbibliothek eng zusammenarbeiten.

Dazu unterzeichneten in Berlin der zuständige Abteilungsleiter im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Joachim Krech, und die Leiterin der Abteilung Verwaltungsmodernisierung, Verwaltungsorganisation im Bundesministerium des Innern Beate Lohmann eine Kooperationsvereinbarung über die Zusammenarbeit im Rahmen des Forschungsprojektes Nationale Prozessbibliothek (NPB).

Mit diesem Forschungsprojekt, an dem maßgeblich die Humboldt-Universität zu Berlin eingebunden ist, soll erprobt werden, wie mittels moderner Informationstechnologien öffentliche Verwaltungsabläufe des Bundes, der Länder und der Kommunen (wie zum Beispiel der Ablauf von Baugenehmigungen oder von Gewerbeanzeigen ) elektronisch in einem Register erfasst und als Dokument per Online-Dienst Behörden, aber auch Privaten angeboten werden können.

Ablaufprozesse in den Verwaltungen werden dadurch transparent und vergleichbar gemacht. Bei Genehmigungsverfahren werden beispielsweise überflüssige Verfahrensschritte deutlich und die Verwaltung kann ihre Arbeit effizienter gestalten.

Davon soll nicht nur die Institution Öffentliche Verwaltung im Bereich Prozessmanagement von diesem wichtigen Baustein der Verwaltungsmodernisierung durch die Möglichkeit des verwaltungsübergreifenden Austausches profitieren, sondern auch der Bürger.

Der Bürger erwartet, dass die Verwaltung ihre Dienstleistungen in hoher Qualität trotz knapper werdender finanzieller und personeller Ressourcen erbringt und diese auch auf dem elektronischen Weg anbietet.

Mit der Unterzeichnung des Vertrages will Mecklenburg-Vorpommern bei nder Umsetzung dieser Aufgabe eine führende Rolle unter den Bundesländern einnehmen.

Neben Projekten zum Prozessmanagement, die das Land schon seit zwei Jahren mit interessierten Kommunen betreibt, kommt nun mit der NPB auch die enge Zusammenarbeit mit dem Bund hinzu. Durch die Kooperation soll sichergestellt werden, dass die zu entwickelnden konzeptionellen Grundlagen die Bedürfnisse aller Verwaltungsträger berücksichtigen, also auch die in Mecklenburg-Vorpommern.

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