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Kommentar von IDC zu Hurds neuer Position Mark Hurd wird großen Beitrag für Oracle leisten

Autor / Redakteur: Wafa Moussavi-Amin / Katrin Hofmann

Oracle hat jetzt den richtigen Zeitpunkt für einen Austausch im Führungsteam gewählt. Mit Mark Hurd, dem ehemaligen Geschäftsführer und Vorsitzenden von HP, tritt nun ein starker Nachfolger an die Stelle von Charles Phillips.

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Wafa Moussavi-Amin, Geschäftsführer von IDC Central Europe
Wafa Moussavi-Amin, Geschäftsführer von IDC Central Europe
( Archiv: Vogel Business Media )

Charles Phillips, für den Mark Hurd ins Oracle-Management einzieht, war ein überzeugender Frontmann und ein strategisches Ass im Aufbau von Geschäftsbeziehungen, der das Enterprise-Applikations-Business bestens kannte. Allerdings wird der mittel- bis langfristige Erfolg, ihn durch Mark Hurd zu ersetzen, davon abhängen, wie gut Hurd, Safra Catz als Co-President und Larry Ellison als CEO, zusammenarbeiten. Entscheidend dabei wird sein, wie sie ihre Aufgaben untereinander verteilen und die Kommunikation mit ihren Kunden, zum Auβendienst sowie zu den unterschiedlichen Geschäftsbereichen koordinieren.

Möglicher Ellison-Nachfolger?

Darüber hinaus haben Beobachter bereits darauf hingewiesen, dass Ellison (66 Jahre), der seit den späten 1970-iger Jahren Oracle führt, einen möglichen Nachfolger sucht. Mit diesem Schritt ist allerdings in allzu naher Zukunft noch nicht zu rechnen.

Nachdem Mark Hurd HP mit einer Abfindung verlieβ und seine Aktienanteile und -optionen für 30 Millionen US-Dollar verkauft hatte, wäre es ein Einfaches für ihn gewesen, sich in den Teilruhestand zu begeben, Reisen zu unternehmen und in seiner Freizeit weiterhin Tennis zu spielen. Aber dazu ist Mark Hurd noch nicht bereit. Im Alter von 53 Jahren stellt er sich einer neuen beruflichen Herausforderung und schreibt damit ein weiteres Kapitel in seiner Laufbahn. Ein Kapitel, das wohl sehr genau beobachtet wird, zumal die Wall Street ein wachsames Auge darauf hält, ob Oracle sein bedeutsames Wachstum fortsetzen kann.

Wettbewerbsvorteil genutzt

Viel wichtiger jedoch ist die Tatsache, dass dieser Schritt Larry Ellisons Fähigkeit unterstreicht, schnell einen möglichen Wettbewerbsvorteil für Oracle zu nutzen, um sein Vorhaben in die Tat umzusetzen, die Company auf eine Umsatzgröβe von mehr als 50 Millarden US-Dollar zu bringen. Auβerdem sagt dies einiges über Ellisons Vision zu diesem Unternehmen aus, das er vor 30 Jahren mitgegründet hat.

Laut den Kommentaren von Safra Catz aus der Pressemeldung vom vergangenen Montag, richtet das Executive Team seinen Blick bereits auf die 100-Milliarden-US-Dollar-Grenze, welche sich auf dem Umsatzniveau von IBM und HP bewegt.

Beachtlicher Beitrag zur Zielerreichung

IDC ist überzeugt, dass Hurd in seiner neuen Rolle als Co-President und Vorstandsmitglied einen beachtlichen Beitrag zum Erreichen dieses hoch gesteckten Ziels leisten und die Bereiche Marketing und Vertrieb bei Oracle erfolgreich vorantreiben wird.

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