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EU-Kommission kürt neuen eGovernment-Spitzenreiter Malta überflügelt Österreich beim eGovernment

Redakteur: Gerald Viola

Die Europäische Kommission hat eine Zusammenfassung des 9. eGovernment-Benchmarking-Reports veröffentlicht, in dem die Leistung des Öffentlichen Sektors von 32 Ländern (27 EU-Mitgliedsstaaten sowie Kroatien, Island, Norwegen, Schweiz und Türkei) bewertet wird. Malta erreichte in fünf der sechs bewerteten Indikatorbereichen 100 Prozent und löst Osterreich als Europa-Spitzenreiter beim eGovernment ab.

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Valletta, Hauptstadt von Malta
Valletta, Hauptstadt von Malta
( Archiv: Vogel Business Media )

Beim „Online-Entwicklungsstand“ wird der Umfang bewertet, in dem die eGovernment-Dienste die Interaktion und/oder Transaktion zwischen der Regierung und den Bürgern oder Unternehmen ermöglichen. Der Indikator “Umfassende Online-Verfügbarkeit“ bewertet, inwieweit 20 grundlegende Dienste zur Verfügung stehen: Malta erreichte in beiden Fällen 100 Prozent.

Und ebenfalls hundert Prozent gab es in puncto „eServices“ und „Nationale Portale“. Dazu gehören Aspekte wie Benutzerfreundlichkeit, Transparenz, Datenschutze, Multi-Channel-Policy und die Möglichkeit von Feedback für Nutzer.

Hundertprozentig wurde auch die „eProcurement Visibility bewertet. Bei der „eProcurement Availability“ wird bewertet, in welchem Umfang der elektronische Beschaffungsvorgang online durchgeführt werden kann. Hier erzielte Malta 76 Prozent.

Claudio Grech, Chairman der Malta Information Technology Agency (MITA), der für eGovernment in Malta zuständigen Behörde: „Durch die Zusammenführung der technologischen und administrativen Entwicklungen in der maltesischen Regierung entstand das eGovernment, das uns eine führende Position verschafft. Wir haben die Grenzen der Online-Umgebung erweitert und uns so einem größeren Publikum geöffnet. Damit nutzen wir die Internetverbreitung, die in den letzten Jahren exponentiell gewachsen ist.“

Die von Capgemini, Sogeti, IDC, RAND Europe und dem Danish Technological Institute im Auftrag der EU-Generaldirektion Informationsgesellschaft (EU Directorate General Information Society and Media, „DG Infso“) erstellte Benchmark-Studie wird seit 2001 jährlich veröffentlicht. Der vollständige Bericht erscheint im Januar 2011.

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