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MAID | Massive Array of Idle Disks

| Redakteur: Gerald Viola

MAID ist eine Speichertechnologie, die bei der Langzeitarchiverung auf Festplatte zum Zuge kommt. Die Packungsdichte ist so hoch, dass in einem 19-Zoll-Rack mit Ein-Terabyte-Festplatten

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MAID ist eine Speichertechnologie, die bei der Langzeitarchiverung auf Festplatte zum Zuge kommt. Die Packungsdichte ist so hoch, dass in einem 19-Zoll-Rack mit Ein-Terabyte-Festplatten Speicherkapazitäten von über ein Petabyte erreicht werden. Da nur die Festplatten aktiv sind, auf die gerade zugegriffen wird, ist auch der Stromverbrauch sehr gering. MAID-Systeme können durch intelligente Stromsparmaßnahmen auch im Nearline-Bereich eingesetzt werden. MAID ist ein Kompromiss bei Zugriffszeiten und Stromersparnis verglichen mit Nearline und Tape-Archiven.

Ein MAID, das aus Hunderten bzw. Tausenden einzelner Laufwerke besteht, bietet Massenspeicherkapazität zu Kosten je Terabyte wie beim Einsatz von Tape. Ein MAID wird typischerweise mit preiswerten SATA-Laufwerken aufgebaut. Mit speziellen Verfügbarkeitstechniken können in einem Festplatteneinschub mit 14 Laufwerken (Container) bis zu vier Festplatten ausfallen, ohne dass Daten verloren gehen.

Wenn ein MAID implementiert wird, wird jedes Laufwerk periodisch getestet. Wird ein Laufwerk als fehlerhaft erkannt, werden die Daten auf andere Laufwerke übertragen. Ein MAID hat eine viel höhere Speicherdichte als ein gleich teueres RAID-System (Redundant Array of Independent Disks). Neben der Reduzierung des Stromverbrauchs ist der Kühlungsbedarf bei MAID ebenfalls geringer.

Die Beschränkungen von MAID sind unter anderem der geringer Durchsatz als beim konventionellen Festplatten-Array sowie längere Latenzzeiten, während die inaktiven Festplatten wieder angefahren werden. Anbiete von MAID-Systemen sind Nexsan und Copan.

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