ePartizipation

Maerker: die grüne Welle für mehr Bürgerbeteiligung

06.05.2011 | Autor / Redakteur: Silke Kühlewind, Dr. Ortwin Böckmann / Manfred Klein

Karl-Ludwig Böttcher, Städte- und Gemeindebund Brandenburg, Jörg Wollny, Innenministerium Brandenburg und Stefan Gehrke, politik-digital
Karl-Ludwig Böttcher, Städte- und Gemeindebund Brandenburg, Jörg Wollny, Innenministerium Brandenburg und Stefan Gehrke, politik-digital

Für sein „Portal Maerker Brandenburg – Bürger machen mit“ wurde das Innenministerium des Landes Brandenburg in der Kategorie „Innovativstes eGovernment-Projekt für gesellschaftliche Lösungen“ beim eGovernment-Wettbewerb ausgezeichnet. Maerker ermöglicht es Bürgern, ihrer Kommune auf einfachem Weg mitzuteilen, wo es ein Infrastrukturproblem im Ort gibt. Die Kommune wiederum verpflichtet sich, die Meldung rasch abzuarbeiten.

Ob Schlagloch, kaputte Ampelanlage, wilde Deponien oder unnötige Barrieren für ältere und behinderte Menschen oder Vorfälle von Vandalismus, beteiligte Kommunen erfahren mit Maerker schnell von Problemen im öffentlichen Raum. Die Idee dazu kommt aus England und heißt dort „FixMyStreet“. Der Macher von FixMyStreet in Brandenburg ist Frank Schiersner aus dem Innenministerium.

Maerker funktioniert denkbar einfach – der Bürger startet mit einem Klick direkt auf der Homepage seiner Stadt, seines Amtes beziehungsweise seiner Gemeinde. Er findet dort den Maerker-Button im landesweit einheitlichen Design. Alternativ kann er den betreffenden Ort auch auf der Startseite Maerker-Brandenburg im Serviceportal des Landes auswählen.

Auf der Maerker-Startseite angekommen, findet der Nutzer alle Vorfälle, die für den Ort bereits registriert sind. Über ein Ampelsystem sieht er, welchen Stand der Bearbeitung die bereits gemeldeten Mängel erreicht haben. Hat er selbst ein Problem zu melden, so kann er dies unter der Rubrik „Hinweis für …“ tun.

Der Bürger wählt neben der Straße oder dem Ortsteil, in denen sich der Missstand oder das Problem befindet, eine der vorgebenden Kategorien:

  • Abfall/Müll
  • Abwasser/Wasser
  • Geruchsbelästigung;
  • Öffentliches Grün/Spielplatz
  • Tiere/Ungeziefer
  • Vandalismus
  • Verkehrsgefährdung

Hinzu fügt er eine kurze Nachricht mit einer Beschreibung seines Anliegens. Auch kann der Bürger ein Foto, das den Missstand illustriert, auf der Plattform einstellen. Dann gibt er noch seine eMail-Adresse ein und sendet die Meldung an die Kommune. Der Eintrag erscheint nun ohne den eingegebenen Freitext und ohne das eventuell beigefügte Foto in Maerker. Die Ampel steht auf „rot“. Der Hinweis erhält den Status „eingetragen“.

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