Zukunftsperspektiven für den Public Sector: Blockaden durch Bürokratismus und Legitimationsdruck oder Chancen durch Pragmatismus und E-Government?

20.06.2013

Zum Spannungsfeld von Bürokratismus und Pragmatismus sowie zu weiteren aktuellen Herausforderungen der Verwaltungsmodernisierung diskutieren namhafte Experten und Führungskräfte aus dem öffentlichen Sektor am 26. September beim 13. Kongress „Innovatives Management“ der MACH AG...

Zum Spannungsfeld von Bürokratismus und Pragmatismus sowie zu weiteren aktuellen Herausforderungen der Verwaltungsmodernisierung diskutieren namhafte Experten und Führungskräfte aus dem öffentlichen Sektor am 26. September beim 13. Kongress „Innovatives Management“ der MACH AG in Lübeck.

Lübeck. „Es wird spannend und hochaktuell“, verspricht MACH-Vorstand Rolf Sahre. „Dadurch, dass der Kongress nur vier Tage nach der Bundestagswahl stattfindet, erfährt unser ständiges Motto »Zukunftsperspektiven für den Public Sector« nochmal eine ganz besondere Note. Führungskräfte aus der öffentlichen Verwaltung, von Hochschulen und Non-Profit-Organisationen sind herzlich eingeladen, sich mit den Referenten und untereinander über erfolgreiche Modernisierungswege auszutauschen.“

Die Zukunftsperspektiven des Public Sectors werden maßgeblich von gesellschaftspolitischen Themen beeinflusst. Aktuell scheinen nicht nur die globalen Probleme wie Wirtschafts- und Finanzkrise dauerhaft zu bremsen, auch bei heimischen Projekten – ob groß oder klein – zeigen sich oftmals Tendenzen der Lähmung.

„Dennoch und nun erst recht ist Handeln gefragt – und intelligente Lösungskonzepte, die sich an den realen Gegebenheiten orientieren. Man kann den Gordischen Knoten aber nicht zerhauen", meint Bodo Hombach, früherer Kanzleramtschef und heute Präsident der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP), „man muss ihn auflösen." In seiner Eröffnungsrede zum diesjährigen Führungskräfteforum erläutert der frühere Bundesminister, was wir dazu brauchen – und was nicht.

Mit Lösungswegen befasst sich auch die anschließende Podiumsdiskussion zum Thema „Pragmatismus statt Bürokratismus: Hemmnisse in Projekten überwinden“. Teilnehmer sind Staatssekretär a. D. Wilhelm Hecker, heute Geschäftsführer des Herz- und Diabeteszentrums Nordrhein-Westfalen, Dr. Frank Nägele, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Rainer Schofer, Präsident des Deutschen Verbandes der Projektmanager in der Bau- und Immobilienwirtschaft und Christoph Verenkotte, Präsident des Bundesverwaltungsamtes. Sie diskutieren mit Moderator Daniel Goffart, Leiter der Hauptstadt-Redaktion des Nachrichtenmagazins Focus, über die Herausforderungen öffentlicher Projekte und die geforderten Fähigkeiten, um in schwierigen Projekten zum gewünschten Erfolg zu kommen.

Im Forum E-Government befassen sich u. a. Thomas Gemke, Landrat des Märkischen Kreises, Beate Lohmann, Abteilungsleiterin O im Bundesministerium des Innern und Christian Rupp, Sprecher der Plattform Digitales Österreich unter dem Motto „E-Government, E-Akte, E-Rechnung … E-Frust?“ mit Chancen und Grenzen der elektronischen Verwaltung. Es moderiert Stefan Engel-Flechsig, Rechtsanwalt und Leiter des Forums elektronische Rechnung in Deutschland (FeRD).

Die kritische Situation der öffentlichen Finanzen wird in zwei Vorträgen genauer unter die Lupe genommen. Prof. Dr. Dr. h.c. Dietrich Budäus, Universität Hamburg (Emeritus) spricht zum Thema „Öffentliche Finanzen zwischen Intransparenz und Verschuldungsillusion“ und Dr. Ulrich Keilmann, stv. Leiter Abteilung IV, Leiter der Stabsstelle Konjunkturprogramme im Hessischen Ministerium der Finanzen berichtet über den Kommunalen Schutzschirm in Hessen.

Auch vorausschauendes Personalmanagement ist angesichts der besonderen Herausforderungen in den Verwaltungen – demographischer Wandel, Fachkräftemangel und Wissensmanagement – gefragt. Welche Organisations- und Personalmodelle Verwaltungen benötigen, um effizient die Probleme der Zukunft lösen zu können, diskutieren Margarete Heidler, Partnerin im ifp Köln, Dr. Roland Kischkel, Kanzler der Bergischen Universität Wuppertal, Ulrich Mohn, Referatsleiter Recht und Verfassung beim Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie Brigitta Nickelsen, Direktorin für Unternehmensentwicklung und Betrieb bei Radio Bremen.

Traditionell blickt Innovatives Management auch über die Landesgrenzen hinaus. In der Rubrik „Was wir von unseren Nachbarn lernen können“ wird der Blick in diesem Jahr von Lübeck auf das nahegelegene Skandinavien gerichtet. Denise Schumann, stv. Abteilungsleiterin Recht & Steuern der Deutsch-Schwedischen Handelskammer in Stockholm, veranschaulicht das Thema: „Personennummer, elektronische Signatur, Service-Verpflichtung – E-Government in Schweden“.

Dank dieser Mischung aus strategischen und praxisnahen Gesprächen hat sich die Veranstaltung zu einem festen Termin für leitende Mitarbeiter etabliert. 150 bis 200 Teilnehmer erwartet die MACH AG in den Lübecker Media Docks.

Das vollständige Programm mit allen Referenten steht unter http://www.mach.de/innovatives-management.html bereit. Dort können sich Führungskräfte auch kostenlos zum Forum anmelden.

Medienpartner des Kongresses sind die Fachzeitschriften Behörden Spiegel, eGovernment Computing, innovative VERWALTUNG sowie Kommune 21.