Innenminister Friedrich: Mögliche Schäden durch Cyber-Ausfälle sind enorm

LÜKEX 2011: Deutschland probt heute und morgen den Cyberwar

30.11.2011 | Redakteur: Gerald Viola

IT-Krisenstab im BMI (Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel)
IT-Krisenstab im BMI (Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel)

Erhebliche Beeinträchtigungen bei Kritischen Infrastrukturen und Versorgungsengpässe im gesellschaftlichen Umfeld, zum Beispiel in den Bereichen Verkehr, Finanzwesen und Kommunikation sowie in den Öffentlichen Verwaltungen bei Bund und Ländern. Das ist heute und morgen das Szenario für die erste länderübergreifende Krisenmanagementübung zu IT-Angriffen.

An der Übung sind Bund, Länder und Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS-Betreiber) beteiligt. Das Übungsszenario geht von IT-Störungen durch zielgerichtete Angriffe aus, die IT-Schwachstellen ausnutzen.

Die von der IT-Übung hauptsächlich betroffenen Bundesressorts sowie zwölf Länder üben in unterschiedlichen Beteiligungstiefen mit. Die von der Lage betroffenen Behörden und Gebietskörperschaften sind in die Übung ebenso eingebunden wie ausgewählte Unternehmen der Kritischen Infrastrukturen. Darüber hinaus sind Verbände und Hilfsorganisationen an der Übung beteiligt.

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich: „Die weltweite Vernetzung von Informations- und Kommunikationstechnologien im privaten und beruflichen Umfeld bietet große Chancen, sie birgt aber auch Risiken. Die möglichen Schäden durch Cyber-Ausfälle oder –beeinträchtigungen sind enorm.

Aus diesem Grund wird bereits heute von Seiten der Behörden und Unternehmen viel in IT-Sicherheit investiert. Doch es zeichnet sich zunehmend klarer ab, dass neben Investitionen in die Sicherheit eine effektive Zusammenarbeit aller unverzichtbar ist. Diese LÜKEX wird dazu beitragen, die Zusammenarbeit von Bund und Ländern sowie Organisationen und Unternehmen für mögliche Ernstfälle zu festigen.“

Mit der LÜKEX 2011 wird bereits die fünfte länder- und ressortübergreifende Krisenmanagementübung durchgeführt. Die Übungsserie leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der gesamtstaatlichen Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung und zur Optimierung der Verfahren und Mechanismen in der Krisenreaktion im föderalen System der Bundesrepublik Deutschland.

Im Auftrag des Bundesministeriums des Innern haben das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit der bei seiner Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz in Bad Neuenahr-Ahrweiler eingerichteten „Projektgruppe LÜKEX“ und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Übung nahezu 18 Monate gemeinsam mit allen Beteiligten vorbereitet. Das BBK wird die Durchführung der Übung steuern und überwachen.

Die Gesamtleitung der LÜKEX 2011 nimmt der Sicherheitsstaatssekretär im Bundesministerium des Innern, Klaus-Dieter Fritsche, im Einvernehmen mit den entsprechenden Entscheidungsträgern der Länder wahr.

LÜKEX hat 3.000 „Mitspieler“

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