News Lübeck macht ePass mit Alu-Hülle sicher

Redakteur: Gerald Viola

Seit heute werden bundesweit in den Passbehörden elektronische Reisepässe der zweiten Generation ausgegeben, in denen auf einem Chip zusätzlich zu den bisherigen Angaben (Namen, Geburtstag,

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Seit heute werden bundesweit in den Passbehörden elektronische Reisepässe der zweiten Generation ausgegeben, in denen auf einem Chip zusätzlich zu den bisherigen Angaben (Namen, Geburtstag, Seriennummer, Gültigkeitsdatum, Gesichtsfoto) zwei Fingerabdrücke gespeichert werden. Diese RFID- (Radio Frequency Identification) Chips können mit Funktechnik ausgelesen werden, wenn dem Lesegerät Geburtstag, Seriennummer und Gültigkeitsdatum bekannt sind. Diese Vorkehrungen sind nach Ansicht des Bundesministeriums des Innern (BMI) ausreichend, um einen Missbrauch der gespeicherten Daten auszuschließen. Angesichts der verbleibenden Restrisiken bieten die Hansestadt Lübeck und das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein Inhabern der neuen elektronischen Pässe für sechs Euro eine Alu-Schutzhülle an, die als Faradayscher Käfig ein ungewolltes Auslesen der Reisepassdaten verhindert. Lübecks Innensenator Thorsten Geißler. „Ebenso wie der Bundesinnenminister wissen wir aber auch, dass gewisse Risiken weiterhin bestehen.“ Dies veranlasse selbst den Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, seinen neuen Pass mit einer Alu-Hülle gegen unbefugtes Auslesen zu schützen. „Zur Erhöhung der Datensicherheit stellen wir daher den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt gegen Unkostenerstattung solche Alu-Hüllen zur Verfügung und geben in einem Hinweisblatt weitere Informationen, wie der Missbrauch der Daten verhindert werden kann."

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