Siemens Healthcare

Lösungen zur Diagnose und Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen

| Autor: Manfred Klein

Die Applikation Clearstent Live, die jetzt für alle neuen Angiographiesysteme von Siemens verfügbar ist, reduziert virtuell Herzbewegungen während eines Eingriffs und stabilisiert damit das Bild um den Ballonkatheter. So hat der Kardiologe eine gute Sicht, was die passgenaue Platzierung von Stents deutlich erleichtert – auch an besonders herausfordernden Stellen wie Gefäßabzweigungen.

Bei der Behandlung von längeren Läsionen müssen Kardiologen teilweise mehrere Stents auf den Millimeter genau direkt aneinander legen, denn Zwischenräume können zu einer erneuten Verengung und im Extremfall sogar zu einem Herzinfarkt führen. Immer filigranere Stents oder Scaffolds, die röntgendurchlässig sind, erschweren die Visualisierung während eines solchen Eingriffs zusätzlich.

So sind zum Beispiel die feinen Platinmarker von Scaffolds mit Angiographiesystemen kaum erkennbar, mit Clearstent Live können sie durch die Bewegungsreduktion deutlich leichter direkt aneinander platziert werden. „Dank Clearstent Live sehe ich den Stent nun jederzeit in hervorragender Detailgenauigkeit. Das vereinfacht Eingriffe erheblich“ sagt Professor Christoph Kaiser, Leiter der Interventionellen Kardiologie im Universitätsspital Basel, Schweiz.

Neues SPECT-System akquiriert Bilder des Herzens in nur vier Minuten

Siemens neues SPECT-System, das Symbia Evo, ist auf sehr hohe Produktivität ausgerichtet und soll es erlauben, den Patientendurchsatz im Vergleich zu gegenwärtigen SPECT-Systemen zu verdoppeln – beispielsweise indem Routinehandgriffe automatisiert wurden.

In Kombination mit der Kardiologie-Bildgebungstechnologie IQ-SPECT sollen so Nuklearkardiologen die Scangeschwindigkeit bei einem kardialen Datensatz um das Vierfache reduzieren können.

Üblicherweise dauern SPECT-Scans des Herzens etwa 16 Minuten, die Kombination aus Symbia Evo und der Software IQ-SPECT reduziert diese Zeit auf vier Minuten. Dies ist insbesondere hilfreich, da Bewegungen des Patienten während einer Akquisition die Bildqualität mindern. Behalte man die Standard-Aufnahmegeschwindigkeit von etwa 16 Minuten bei, könne die sonst übliche eingespritzte Dosis des Radiopharmakons um bis zu 75 Prozent gesenkt werden, so ein Siemenssprecher.

Die Magnetresonanztomographie des Herzens, kurz Herz-MRT, liefert detaillierte Informationen über die Myokardperfusion, Morphologie und Funktion des Herzens. Über die visuelle Befundung hinaus sollen Kardiologen mit der MRT-Applikation MyoMaps die physikalische Mengenbestimmung der Gewebeeigenschaften des Herzmuskels erhalten.

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