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Linux-Migration in München: Der Pinguin wird zum Goldesel

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Meldungen von Mitarbeitern über Probleme mit dem PC erfolgen an die jeweilige dezentrale Störungsannahme (Service Desk/Help Desk). Dabei werden Probleme gemeldet, die auf Störungen im Bereich der Infrastruktur (Netz, Server), der Anwendungen (Datenbanken, externe Verbindungen) der Kommunikation (beispielsweise Internet, eMail, Kalender), dem Betriebssystem (Windows oder Linux), den Benutzerdaten (Organisationsdaten, Benutzerdaten), dem Office-System oder auch auf Benutzerfehler beruhen können. Manchmal ist es auch eine Kombination mehrerer Ursachen.

Die verschiedenen Ursachen werden nicht so erfasst, dass sie statistisch ausgewertet werden können. Somit kann eine Frage, wie viele Mitarbeiter-Mängelmeldungen auf LiMux zurückgehen, mangels Datenmaterial nicht exakt beantwortet werden.

Bildergalerie

Ist LiMux zuverlässiger als Windows?

Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass sich die LiMux-Arbeitsplätze erst in der Einführungsphase befinden. In dieser Phase treten bei jeder Umstellung (also auch unter Windows) typischerweise am Anfang gehäuft Fehler auf, bis sich der Betrieb „einschwingt“ und ein Normalwert an Störungen erreicht wird.

Eine Aussage über die Güte eines Arbeitsplatzes wird somit erst möglich, wenn alle geplanten Umstellungen auf den LiMux-Arbeitsplatz abgeschlossen und etwa zwei Jahre in Betrieb sind.

Erst danach könnte man die Anzahl der Störungen pro Monat für jedes Referat mit den Zahlen für Windows NT vergleichen. Nach Auskunft einzelner Administratoren ist es aber bereits jetzt so, dass bei LiMux-Arbeitsplätzen weniger Störungen pro Monat gemeldet werden, als früher unter dem seit Jahren betriebenen Windows NT.

Das IT@M Serviceteam „LiMux Service Center“ bearbeitet Störungsmeldungen der dIKA-Administratoren (dezentrales Informations-, Kommunikations- und Anforderungsmanagement) zum LiMux-Arbeitsplatz, dessen Administration und Softwareverteilung. Teilweise sind dies auch Mängelmeldungen der Mitarbeiter, die im dIKA nicht gelöst werden konnten.

Vielfach sind dies aber auch Störungen in den Bereichen Server, Netz, Kommunikation oder Anwendungen, für die nicht der LiMux-Arbeitsplatz die Ursache ist. Eine Auswertung der Anzahl der Störungsmeldungen ergibt somit auch keine belastbare Aussage zur tatsächlichen Anzahl an Mängeln des LiMux-Arbeitsplatzes.

Die Anzahl der Störungsmeldungen beim Serviceteam haben nicht mit der gestiegenen Anzahl an LiMux-Arbeitsplätzen zugenommen, sondern (Grafik in der Bildergalerie) sogar noch leicht abgenommen (von maximal 70 pro Monat auf maximal 46 pro Monat), obwohl sich die Anzahl der LiMux-Arbeitsplätze deutlich gesteigert hat (von 1.500 auf 9.500).

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